Alltagshelden

Hanne und Anton Zech

Selbstversorger-Akademie, Permakultur-Berater, Natürliche Produkte, Nutztier-Arche

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Zum Alltagsheld

Hannelore Zech ist ausgebildete Permakultur-Beraterin mit reichem Pflanzenwissen, Selbstversorger-Erfahrungsschatz. Sie bringt Menschen im Mienbacher Waldgarten und in der Selbstversorger-Akademie bei, wie ein anderer Umgang mit der Natur für alle zu besseren Ergebnissen führt. Darüber hinaus bietet sie in der Nutztier-Arche seltenen Rassen eine Heimat. Privat ist sie Familienmanagerin mit 3 Jungs.

Sie ist auf dem Land aufgewachsen und liebte es, mit ihrem Hund in der Natur zu sein.

Sonia und ich haben Sie im Mienbacher Waldgarten kennengelernt und schätzen ihre offene und sympathische Art. Ihr Mann Anton unterstützt Hanne seit März 2018 im Waldgarten. Gemeinsam sind beide durch gute und schlechte Zeiten gegangen.

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Interview

Gab es Situationen in deinem Leben, an denen du kurz davor warst einen anderen Weg einzuschlagen?
Ja, es gab viele Situationen, bei denen vieles auf der Kippe stand: In der Beziehung und im Beruf. Aber wir haben einfach weiter gemacht, aufgeben war keine Option für uns. Es gab kein zurück mehr, nur ein vorwärts.

Welche Bedeutung hatten Träume bisher in deinem Leben?
Wir hatten keinen Traum oder Vision von unserer Zukunft, vielmehr hat es sich nach und nach so entwickelt. Jedoch war mir klar, was ich nicht wollte: Keine Trennung von Familie und Beruf, sondern vielmehr ein gemeinsames Leben im Rhythmus mit der Natur.

Kennst du Ängste und Zweifel? Wie gehst du mit ihnen um?
Dazu haben wir erst gestern (schaut Anton an) ein tolles Video gesehen. „Don’t worry!“

Gibt es Vorbilder für Dich? Wenn ja, wer und warum?
Ja, da gibt es viele, z. B. Sepp Holzer, Christian Rätsch oder Michael Kent, der die Kent-Depesche („Mehr wissen – besser leben“) herausgibt. Die Kent-Depesche hat uns immer wieder in verschiedenen Lebenssituation geholfen, z. B. beim Thema Impfen.

Gab es auf Deinem Weg wichtige Begleiter oder wichtige Beziehungen? Falls ja, wie haben sie dich begleitet?
Es gab immer wieder Menschen, die uns eine zeitlang begleitet haben. Allerdings niemand, der von Anfang bis heute mit dabei war – außer wir als Familie.

Wie hat das Umfeld auf deinen Weg reagiert? Hat sich diese Reaktion im Laufe der Jahre verändert?
Am Anfang wurden wir eher belächelt und manchmal abwertend betrachtet. Wir haben viele positive Reaktionen erleben dürfen – und manche Tiefschläge einstecken müssen. Heute haben wir ein gutes Umfeld und fühlen uns in schwierigen Situationen von unserem Umfeld getragen.

Wenn Du an Dein Umfeld denkst, fühlst Du Dich eher als Aussenseiter oder eher integriert?
Wir fühlen uns als Teil der Gemeinschaft. Sowohl Anton, als auch ich, sind in unserem Umfeld engagiert, sei es politisch, oder in der Schule.
Als wir einen Hof zur Pacht gesucht haben, da trauten uns viele Verpächter dies nicht zu. Die sagten: „Ihr mit den drei kleinen Kindern, dass wird nie was …“ Bis wir Claudia und ihren Mann trafen. Der sagte: „Es ist alles da, tob dich aus!“

Wie habt ihr es geschafft, euren Weg zu gehen und trotzdem die Kinder für die Welt außerhalb eurer Familie vorzubereiten?
Bei uns war es sicherlich anders. Es gibt z. B. keinen Fernseher mit dem klassischen Fernsehprogramm. Doch wir schauen, dass wir für unsere Kinder Brücken bauen, so haben wir eine Playstation oder schauen gerne Dokumentationen auf Youtube gemeinsam an.
Es gibt bestimmte Dinge, die bei uns so sind – die diskutieren wir nicht. Und unsere Kinder erfahren und bewerten die Unterschiede mit der Zeit selbst. So kam unser Sohn nach Hause und meinte, warum brauche ich bei meinem Freund 5 Semmeln (Weckchen), um satt zu werden – und daheim reichen 2 Semmeln? Weil daheim selbst gebacken wird, mit Vollkornmehl – und es draußen meist nur Auszugsmehl mit Wasser und Chemie gibt.
Bei den Kindern ist uns Konsequenz wichtig. Wir haben gelernt, dass Versprechen von unseren Kindern genau auf Einhaltung geprüft werden. Wenn wir etwas versprechen, dann tun wir es!

Wofür bist Du noch bereit hinzufallen?
Seit Anfang an machen wir Dinge, von denen wir nicht wissen, wie sie ausgehen. Immer wieder starten wir neue Projekte und schauen, wie es wird.

Was beschäftigt Dich aktuell?
Der Abschluss meines Diploms in Permakultur (Diplom-Permakultur-Designer) beschäftigt mich. Ebenso die Interessengemeinschaft der Permakulturisten in Ostbayern, die wir mit 11 anderen Permakulturlern gegründet haben. Bereits jetzt zeigt sich, wie dieses gemeinsame agieren, neue Kräfte bei allen Beteiligten freisetzt. Im nächsten Jahr wollen wir mit Christoff Schneider unser Weiterbildungsprogramm in der Akademie ausbauen. Und vielleicht ziehen wir in 2019 sogar in ein Mehrgenerationenprojekt um, mal sehen.

Wie schafft ihr es, dass ihr mit eurer Zeit gut haushaltet. Meist ist doch mehr zu tun, als der Tag Stunden hat?
Wir haben gelernt, dass wir jeden Tag Prioritäten setzen. Deshalb fragen wir uns: Was ist heute notwendig? Darüber hinaus tun wir es langsam, in Ruhe.

Was ist eure Sehnsucht?
Dass ganz Bayern ein Permakultur-Land ist. Das würde bereits helfen, weil es die Welt verändern würde.
Und dass wir immer mehr junge Menschen in das Leben begleiten können und ihnen andere Wege im Umgang mit der Natur vermitteln können.

Wenn Sie Ihren Kindern, Enkeln ein Buch empfehlen würden, welches wäre es? Warum?
Als erstes das Buch von Eduard und Gerda Kleber „Gärtnern im Biotop mit Mensch“ (im lokalen Buchhandel oder bei Buch7), ein tolles Buch. Darüber hinaus auf jeden Fall die Anastasia-Bücher. Die haben mir (Anton), die Augen geöffnet und Gelassenheit geschenkt.

Gibt es Menschen, die Du gerne kennenlernen würdest?
Es gibt Menschen, die ich gerne kennenlernen würde, und die werde ich kennenlernen, davon bin ich überzeugt.

 

Liebe Hanne, lieber Anton, vielen Dank für unsere Begegnung!

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Sonia & Thomas meinen

Hanne und Anton Zech sind wir für uns Alltagshelden, weil sie seit vielen Jahren das Wissen um Selbstversorgung weitergeben. Mit viel Liebe und großem Engagement betreiben sie den Mienbacher Waldgarten und eine Selbstversorger-Akademie. Damit bietet sie interessierten Menschen eine Möglichkeit, mehr Verantwortung für ihr Leben und für die Welt zu übernehmen!
5. November 2018

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Kontakt

Hanne und Anton Zech

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