Ich schaue auf unsere Welt in Deutschland, auf den Alltag so vieler Menschen, auf deren Verhalten, deren Wünsche und deren Gespräche. Es erschrickt mich. Wie weit sind wir von uns selbst entfernt.

In staatlicher Obhut verlieren wir uns

Wir lassen uns in jungen Jahren durch Kindergarten, Schule, Ausbildung und Studium in fremde Gedankenbahnen pressen. Vergessen dabei unsere innere Welt, unsere Träume, unsere Inspirationen, vergraben langsam unseren besonderen Schatz. Viele werden um ihr einmaliges Leben betrogen – sie lassen sich mit Taschenspielertricks ihr Leben klauen.

»Für mich ist es unnatürlich und beschämend, dass Menschen ihre Individualität verlieren, weil sie einem Muster folgen; dass sie sich modische Verhaltensweisen aneigenen, nur um ins System zu passen.«

Anton Corbjin

 

Danach gehen wir arbeiten. 40 Stunden die Woche (mindestens), abends liefern wir uns dem Fernseher aus. Die 6 Wochen Urlaub nutzen wir, damit wir die nächsten 46 Wochen des Jahres durchhalten, uns darauf freuen können. Ohne Inspiration für sich selbst und für andere. Innerlich leer, äußerlich betriebsam.

 

Gemeinsame Beruhigung und Starre

Gemeinschaft wünschen wir uns, doch bekommen wir nicht. Wir vereinzeln. Wir lernen täglich, gegeneinander zu sein, nur nach sich selbst zu schauen. So funktioniert unsere System, von Beginn an werden Menschen getrennt – und das setzt sich bis ins hohe Alter fort. Nichts ist für ein System besser, als wenn es viele kleine,einsame Menschen steuert.

»Mit der Industrialisierung begannen sich die ursprünglichen Lebensgemeinschaften aufzulösen. Die Großfamilien mit zahlreichen Kindern und wenigen Verwandten zusammengeschrumpft. Partnerschaft und Elternschaft werden immer häufiger getrennt gelebt. Aus den überschaubaren, mit der Natur verbundenen Lebensgemeinschaften sind anonyme Massengesellschaften in Großstädten geworden.«

Remo Largo

 

Treffen wir andere, so unterhalten wir uns über das Fernsehprogramm, über das Leben der Figuren aus Serien, Dokus und von berühmten Menschen. Viele leben so, als gäb e es kein eigenes Leben, das es wert wäre zu besprechen. Viele leben nicht ihr Leben, sondern leben als Schablone eines fremden Schattens.

 

Familie als Lückenfüller

Wir sagen, dass die Familie die oberste Priorität hat – doch viele Väter sehen ihre Kinder nur am Wochenende. Dass sie die ganze Woche keine Zeit haben, ist für sie normal geworden. Sie haben sich damit abgefunden. „Es ist halt so!“. Viele ergeben sich, ohne gekämpft zu haben.

Das Ganze tun wir in dem Glauben, dass wir dies selbst so wollen und das es anders gar nicht gehen würde. Damit leben wir ein fremdbestimmtes Leben, ohne Energie und Kraft, unser eigenes Leben zu gestalten. Als Krönung dieses Schattendaseins formen wir unseren Marketing-Charakter. Für viele ist es wichtiger zu Scheinen, als wirklich zu Leben und zu Sein.

 

Legale Drogen als Trost

Zum Trost nutzen wir Drogen, dröhnen uns damit zu. Ersticken die trostlosen Stunden der Existenz. Geben unserem grauen Alltag ein paar vermeintliche Farbtupfer. Am beliebtesten sind Drogen wie Alkohol, Tabak, Zucker, Fernseher, Sex, Soziale Medien, Pseudo-Veränderungs-Wille und Spiritualität. Meist sind es Betäubungsmittel des Alltags, der jeden Tag in ähnlichen Bahnen abläuft. Viele drehen sich seit Jahren im Kreis, unzufrieden, gedanklich und verbal zur Veränderung bereit – doch in der Realität versuchen sie es nicht einmal.

Angst durchzieht den Menschen. Er freut sich zwar auf das Ungewisse, auf das Neue, auf die Möglichkeiten, doch viel mehr sitzt ihm die eingepflanzte Angst im Nacken. Angst vor der Unsicherheit, Angst ins Leere zu fallen, Angst zu versagen, Angst zu scheitern, Angst vor anderen nicht mehr bestehen zu können. Viele lassen die Angst zu ihrem Führer wachsen. Sie überspielen diese Angst mit rationalen Gründen, die Dinge, die sie im Herzen fühlen, nicht zu tun.

 

Wo ist Dein Held?

Viele haben ihren inneren Helden verloren, viele haben ihn losgelassen, viele sind Heldenlos!

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