Im Folgenden möchten wir gerne Artikel, Filme, Bücher und Links mit dir teilen, die uns inspirieren und auf unserer Heldenreise unterstützen. Viel Spaß beim Schmökern!

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Texte, die uns inspirieren

Dir Bildungssystem

Ich bin Mama von einem wundervollen Kind.
Ich habe es Zuhause geboren und über die ersten Jahre liebevoll begleitet.
Ich habe mich über die Kreativität und Spontanität meines Kindes sehr gefreut und oftmals herzhaft gelacht.

Der Humor, Witz und die Leichtigkeit meines Kindes waren mir stets Vorbild.

Vor meinem inneren Auge sah ich dann immer den Michel aus Lönrneberga oder Ronja Räubertochter.

Ich habe mein Kind darin unterstützt, frei aufzuwachsen und selbstverantwortlich Entscheidungen in seinem ihm möglichen Rahmen zu treffen.
Mir war es nicht wichtig, dass es ein angepasstes Kind ist.
Mir war es wichtig, dass es sich, wie Pipi Langstrumpf, die Welt macht, wie sie ihm gefällt.
Natürlich ohne jemand anderen damit zu schaden.
Mir war es wichtig, mein Kind darin zu begleiten, ein sozialer Mensch zu sein.

Mit dem inneren Wissen, dass es eine andere Meinung haben darf und bedingungslos geliebt wird und als eigene Persönlichkeit von Herzen angenommen ist.
Ich habe es motiviert, seine eigenen Bedürfnisse zu erkennen und ihnen treu zu sein.
Ein achtsamer Umgang war mir wichtig und mein Kind habe ich behütet wie meinen Augapfel.
Weil es mir kostbar ist. Weil es mein wertvollster Schatz ist.

Dann kam der Tag der Einschulung und damit einher ein Desaster.

Denn auf einmal musste mein Kind still sitzen.
Lange still sitzen und still sein.
Vorbei die Zeiten, in denen es sich ausdrücken konnte.
Frei und wild sein, war ausgetauscht in Stundenpläne, Pausen, Ferien und Hausaufgaben und manchmal auch nachsitzen oder stupide Strafarbeiten schreiben.

Für das brav Sein – das angepasst Sein – dafür bekam mein Kind von dir nette Stempel ins Heft gedrückt.
Genau das, was ich als Mama nie wollte – du erinnerst dich?
Es wurde gelobt, weil es nicht aufgefallen ist durch „Kind sein“, sondern sich hat einzwängen lassen in vorgegebene Strukturen.
Von dir vorgegebene Strukturen, die nicht kindgerecht sind.

Du hast ihm abgewöhnt ein Kind zu sein. Das was es nun mal ist!

Mein Kind hat bei Dir gelernt, nur zu reden, wenn es gefragt wird und brav die Hand streckt.
Und es hat gelernt, dass es nur dann gute Noten und Anerkennung bekommt, wenn es das Richtige in deinen Augen sagt.
Es hat gelernt, nie über Linien hinaus zu malen, anstatt sich künstlerisch zu entfalten und wild und bunt das zu malen, was in ihm ist und raus will.
Stattdessen hingen im Klassenzimmer die immer gleichen Bilder, von so vielen verschiedenen Kinderherzen gemalt – aber eben doch nicht von ihren Herzen gemalt.

Weil selbst im Kunstbereich Du den Takt vorgibst.
Es hat gelernt richtige Antworten auf langweilige Fragen auszuspucken und wissen mechanisch abzurufen, nur um sie kurz danach wieder zu vergessen.

Weil sie unwichtig sind.

Die Entwicklung meines Kindes mitzuerleben, bricht mir das Herz.

Denn in den Klauen des Systems Schule – von dem Du als Lehrer ein Teil bist – verwandeln sich fröhliche, aufgeschlossene, wissbegierige, freie Kinder in Kinder, die willenlos, angepasst und verunsichert sind und ihre Lernfreude verloren haben.

Vielleicht nicht alle – aber doch viel zu viele!

Sie funktionieren im 45 Minuten Takt der Schulklingel und werden zum Einheitsbrei erzogen, in der Individualität und eigene Persönlichkeit keinen Raum finden.

So viele Talente, die keine Förderung finden, weil es viel wichtiger ist, zu wissen wann welcher Krieg ausgebrochen ist oder komplizierte Gleichungen zu lösen, die keinerlei Bezug zum realen Leben meines Kindes haben.

Kinder, kleine Menschen werden beurteilt und ihr Wert – ihr wirtschaftlicher Wert -wird nach ihrem scheinbaren Wissen gewogen.

Du sortierst die Kinder aus – die guten ins Töpfchen die schlechten ins Kröpfchen….

Das ist Diskriminierung und destruktiv.
Mein Kind fühlt sich nicht mehr bedingungslos angenommen und geliebt.
Es spürt den Leistungsdruck und hat Versagensangst.
Aber das ist in deinem Sinne – und im Sinne so vieler anderer Eltern, die auf deiner Seite sind – und selbst einmal Schüler waren.

Sie merken nicht, was das mit einem Menschen macht – mit ihnen selbst und mit uns als Gesellschaft – als Leistungsgesellschaft.

Die Kinder werden nicht gesehen und wahrgenommen.

Lernen, was einst freiwillig und voller Elan nebenbei geschah, wird durch deinen Unterricht zum Zwang.

Selbst in kreativen Fächern wie Kunst und Musik gibst du enge Richtlinien vor, die Kreativität im Keim ersticken.
Nicht davon zu sprechen, dass dann Kunst auch noch benotet wird – und du den Maßstab vorgibst.

So viele Menschen sind in der Schule gebrochen worden und desillusioniert.
Warum lernt man daraus nichts?
Die Schule sei wichtig, sagt man.
Vor allem die Sozialisation.
Aber ehrlich.
Ficken und du Drecksau haben sie nicht von mir gelernt.
Mobbing und den Ellenbogen zu benutzen, seine Mitschüler als Konkurrenten zu sehen und auszustechen – das bringst du und das System ihnen bei.
Ich stehe hilflos daneben – bin schockiert.
Das nennst Du Sozialisation?

Was wir in der heutigen Zeit brauchen, sind heile Menschen.
Die müssen nicht die Schönschrift beherrschen und dürfen auch über Linien malen!
Nur freie Menschen können diese Welt positiv verändern.
Positive Impulse setzen und Mut machen.
Wir brauchen Menschen, die ein Rückgrat haben – was nicht in der Schulzeit gebrochen wurde.
Menschen die sich getrauen aufzustehen und ihre Meinung kundzutun.
Aber wenn ihnen das in der Schule abtrainiert wird – wie soll das dann geschehen?
Siehst Du welche Verantwortung du trägst damit, dass ich dir mein Kind anvertraue?

Das Kind, was ich jahrelang vor dem behütet habe, was du nun mit ihm tust?

Wundere Dich nicht, warum ich nun den Weg des Freilernens gehe – und immer mehr diesen Weg einschlagen.

Die Tür zur Schule endgültig von außen schließen für sich und ihre Familie und in ein Leben eintreten, was von Freiheit, Liebe und Bildung geprägt ist.

1.) Sag ja zu deinem Leben. Es ist eine Ehre, als Mensch hier zu sein.
2.) Suche deine Wahrheit nicht im Außen, sondern in deinem eigenen Inneren.
3.) Erkenne, dass jede friedvolle Handlung, egal wie klein, in ein globales energetisches Feld eingewebt wird. So trägst du direkt zum Weltfrieden bei.
4.) Lass Liebe in all ihren verschiedenen Formen in dein Leben treten, wie zum Beispiel als: Dankbarkeit, Freude, Akzeptanz, Vergebung, Ehrlichkeit.
5.) Sei dankbar und erkenne den Wert jeder Sekunde deiner Vergangenheit und deiner Gegenwart.
6.) Spüre dein Herz und lebe es, folge deinem Herzensimpuls. Dein Herz führt dich mit der Wahrheit des Moments dorthin, wo es jetzt für dich richtig ist.
7.) Gib dir selbst das Recht, mit der Quelle der Schöpfung in Kontakt treten zu dürfen.
8.) Begegne den Kindern auf Augenhöhe.
9.) Geh nicht in Resonanz mit unlichten Aktionen.
10.) Sei dir bewusst, dass alles, was du aussendest, auf dich zurückfallen wird.
11.) Verzeihe allen Menschen, die jetzt in deinem Leben sind oder die in der Vergangenheit in deinem Leben waren.
12.) Respektiere den freien Willen all deiner Mitmenschen, unabhängig von ihrer Nationalität und von ihrem Aussehen.
13.) Tue das, was dir Spaß macht und was dich erfreut. Liebe dich selbst.
14.) Lebe deine Berufung.
15.) Lebe die Veränderung in dir und in deinem Leben, die du gerne in der Welt sehen würdest.
16.) Eine Situation, die nicht mehr zu deinem göttlichen Wohl ist, kannst du entweder annehmen oder ändern – oder du erschaffst eine bessere.
17.) Achte die Natur und erkenne ihre Schönheit.
18.) Wende dich von allen Medienkanälen ab, die dich herunterziehen, und beschäftige dich mit positiven Dingen.
19.) Pflege Kontakt zu Menschen, die dir gut tun.
20.) Höre auf das, was dein Körper dir sagt, und sei dir bewusst darüber, dass alle physischen Krankheiten immer einen Ursprung in deinem mentalen und/oder emotionalen Leben haben.
21.) Sobald du in deinem Herzen bist, erhöht sich deine Schwingung sofort. Du musst gar nicht mehr dafür tun.
22.) Füge weder in Gedanken noch in Worten oder Taten einem Lebewesen Schaden zu.
23.) Liebe ist die transformativste Kraft, die auf der Welt existiert. Nutze sie und begegne jeder Gewalt mit Liebe und Mitgefühl.
24.) Deine Stimme verändert die Welt. Wir leben auf der Welt und tragen gemeinsam die Verantwortung für sie.

Mein Name ist Greta Thunberg
Ich bin 15 Jahre alt und komme aus Schweden.
Ich spreche im Namen der Initiative „Climate Justice Now“.
Viele Menschen sagen, dass Schweden nur ein kleines Land ist.
Und dass es egal ist, was wir tun.
Aber ich habe gelernt, dass man nie zu klein dafür ist um einen Unterschied zu machen..
Wenn ein paar Kinder auf der ganzen Welt Schlagzeilen machen können indem sie einfach nicht zur Schule gehen, dann stellt euch vor, was wir gemeinsam erreichen können.
Wenn wir es wirklich wollen würden.
Aber um das zu tun, müssen wir klar sprechen.
Ganz egal, wie unangenehm das sein mag.
Ihr sprecht nur von grünem, ewigem Wirtschaftswachstum, weil ihr zu viel Angst davor habt, euch unbeliebt zu machen.
Ihr sprecht nur darüber, mit den immer gleichen schlechten Ideen weiterzumachen, die uns in die Krise geführt haben.
Und das obwohl die einzige vernünftige Entscheidung wäre, die Notbremse zu ziehen.
Ihr seid nicht einmal erwachsen genug dafür, die Wahrheit zu sagen.
Sogar diese Bürde überlasst ihr uns Kindern.
Aber mir ist es egal, ob ich beliebt bin.
Ich will Gerechtigkeit in der Klimafrage und einen Planeten, auf dem wir leben können.
Unsere Zivilisation wird dafür geopfert, dass ein paar wenige Menschen auch weiterhin enorme Summen an Geld verdienen können.
Unsere Umwelt wird geopfert, damit reiche Menschen in Ländern wie meinen im Luxus leben können.
Es ist das Leid vieler Menschen, das für den Luxus dieser wenigen Menschen bezahlt.
Im Jahr 2078 werde ich meinen 75. Geburtstag feiern.
Falls ich Kinder habe, werden sie diesen Tag vielleicht mit mir verbringen.
Vielleicht werden sie mich nach euch fragen.
Vielleicht werden sie fragen, warum ihr nichts unternommen habt, solange es noch Zeit gab, um zu handeln.
Ihr sagt, dass ihr eure Kinder über alles liebt
Und trotzdem stehlt ihr ihnen ihre Zukunft direkt vor ihren Augen.
Solange ihr euch nicht darauf konzentriert, was getan werden muss, sondern darauf, was politisch möglich ist, gibt es keine Hoffnung.
Wir können keinen Ausweg aus einer Krise finden, wenn wir sie nicht wie eine Krise behandeln.
Wir müssen die fossilen Brennstoffe im Boden lassen.
Und wir müssen uns auf Gerechtigkeit konzentrieren.
Und wenn Lösungen in diesem System so unmöglich zu finden sind, dann müssen wir vielleicht das System ändern.
Wir sind nicht hierhergekommen, um die Spitzenpolitiker der Welt anzubetteln.
Ihr habt uns in der Vergangenheit ignoriert und ihr werdet uns wieder ignorieren.
Euch gehen die Entschuldigungen aus.
Und uns geht die Zeit aus.
Wir sind hierhergekommen, um euch wissen zu lassen, dass Veränderung kommen wird.
Ob es euch gefällt oder nicht.
Die echte Macht liegt bei den Menschen.
Danke.

»Ich zählte meine Jahre und entdeckte, dass mir weniger Lebenszeit bleibt, als die, die ich bereits durchlebt habe.
Ich fühle mich wie jenes Kind, das eine Schachtel Bonbons gewann: die ersten aß es mit Vergnügen, doch als es merkte, dass nur noch wenige übrig waren, begann es, sie wirklich zu genießen.
Ich habe keine Zeit mehr für endlose Konferenzen, in denen Statuten, Regeln, Verfahren und interne Vorschriften besprochen werden, wohl wissend, dass nichts erreicht wird.
Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen, die ungeachtet ihres Alters nicht gewachsen sind.
Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeiten zu kämpfen.
Ich will nicht in Versammlungen, in denen aufgeblasene Egos aufmarschieren.
Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten.
Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihrer Positionen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.
Die Menschen, die keine Inhalte diskutieren, sondern, wenn’s hochkommt, die Überschriften. ​Meine Zeit ist zu knapp, um über Überschriften zu diskutieren.
Ich suche nach dem Wesentlichen, denn meine Seele hat es eilig. Ohne viele Süssigkeiten in der Schachtel.
Ich möchte mit Menschen leben, mit menschlichen Menschen.
Die über ihre Irrtümer lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden.
Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht vor ihrer Verantwortung fliehen.
Die die menschliche Würde verteidigen und die nur an der Seite von Wahrheit und Anstand gehen möchten.
Das ist es, wofür es sich zu leben lohnt.
Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die sich darauf verstehen, das Herz der Menschen zu berühren. Menschen, die die harten Schläge des Lebens lehrten, in sanften Berührungen der Seele zu wachsen.
Ja … ich habe es eilig … in der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.
Ich versuche, keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden.
Ich bin mir sicher, dass sie noch köstlicher sein werden, als die, die ich bereits gegessen habe. Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, in Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.
Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.«

Ricardo Gondim

Ein wundervoller Text über Räume, über Begegnung, über Liebe, über Achtsamkeit. Lesen und geniessen (leider nur auf Englisch):

»Holding space requires us to step fully into Being when everything inside of us tell us we should be Doing.
Space holding doesn’t mean taking responsibility for the internal world of another.
It’s never our job to fix another persons feelings, or to expect someone else can fix ours.
Holding space isn’t saying all the right things… it isn’t doing much of anything really.
Holding space is the art of “being with” someone’s pain and allowing them to have their experience without making it about ourselves.
Holding space is the quiet, powerful force of present loving connection.
Holding space is an “I Love you and I’m not going anywhere” while you process this emotion.
Holding space is patience and eye-contact when someone is scared or overwhelmed by their own feelings.
Presence without judgement, a hug, non-reactivity, learning not to take things personally or trying to save someone from their feelings are all profound acts of space holding.
Our pain and our grief deserve equal seats at the table as our sparkle and our joy.
Blocks only occur when we try turning off the tap. And as we learn to let our feelings in, we learn to let them go just as freely.
Living by a „good vibes or goodbye” philosophy is dangerously shallow.
In a culture where we shame negative feelings and pedestal the light, we risk isolating ourselves from others when we really need love and support.
Relationships are deepened through vulnerability and the courage to let another in when you’re hurting.
Closeness comes from seeing someone in their darkest moments and reminding them they’re loved exactly as they are.«

Instagram

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»Ich danke allen,
die mich für meine Träume belächelt haben,
sie haben meine Phantasie beflügelt.

Ich danke allen,
die mich in ihr Schema pressen wollten,
sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.

Ich danke allen,
die mich belogen haben,
sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.

Ich danke allen,
die an mich geglaubt haben,
sie haben mir den Mut geschenkt, Berge zu versetzen.

Ich danke allen,
die mich verlassen haben,
sie haben mir Raum gegeben für Neues.

Ich danke allen,
die mich verraten und missbraucht haben,
sie haben mich wachsam werden lassen.

Ich danke allen,
die mich verletzt haben,
sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.

Ich danke allen,
die meinen Frieden gestört haben,
sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.

Ich danke allen,
die mich verwirrt haben,
sie haben mir meinen Standpunkt klar gemacht.

Vor allem danke ich aber allen,
die mich lieben, so wie ich bin,
denn sie geben mir die Kraft zum Leben.

HÖRE AUF DIE STIMME DEINES HERZENS«

Soll ein Dankesgebet eines Aztekenhäuptlings sein.

Einfach wieder Schlendern

Einfach wieder schlendern,
über Wolken gehn
und im totgesagten Park
am Flussufer stehn.

Mit den Wiesen schnuppern,
mit den Winden drehn,
nirgendwohin denken,
in die Himmel sehn.

Und die Stille senkt sich
leis´ in dein Gemüt.
Und das Leben lenkt sich
wie von selbst und blüht.

Und die Bäume nicken
dir vertraulich zu.
Und in ihren Blicken
find´st du deine Ruh.

Muss man sich denn stets verrenken,
einzig um sich abzulenken,
statt sich einem Sommerregen
voller Inbrunst hinzugeben?

Lieber mit den Wolken jagen,
statt sich mit der Zeit zu plagen.
Glück ist flüchtig, kaum zu fassen.
Es tut gut, sich sein zu lassen.

Einfach wieder schlendern
ohne höh´ren Drang.
Absichtslos verweilen
in der Stille Klang.

Einfach wieder schweben,
wieder staunen und
schwerelos versinken
in den Weltengrund.

Glück ist flüchtig, kaum zu fassen.
Es tut gut, sich sein zu lassen.

Einfach wieder schlendern,
über Wolken gehn
und im totgesagten Park
am Flussufer stehn.

Mit den Wiesen schnuppern,
mit den Winden drehn,
nirgendwohin denken,
in die Himmel sehn.

In Sand geschrieben

Daß das Schöne und Berückende
Nur ein Hauch und Schauer sei,
Daß das Köstliche, Entzückende,
Holde ohne Dauer sei:

Wolke, Blume, Seifenblase,
Feuerwerk und Kinderlachen,
Frauenblick im Spiegelglase
Und viel andre wunderbare Sachen,

Daß sie, kaum entdeckt, vergehen,
Nur von Augenblickes Dauer,
Nur ein Duft und Windeswehen,
Ach, wir wissen es mit Trauer.

Und das Dauerhafte, Starre
Ist uns nicht so innig teuer:
Edelstein mit kühlem Feuer,
Glänzendschwere Goldesbarre;

Selbst die Sterne, nicht zu zählen,
Bleiben fern und fremd, sie gleichen
Uns Vergänglichen nicht, erreichen
Nicht das Innerste der Seelen.

Nein, es scheint das innigst Schöne,
Liebenswerte dem Verderben
Zugeneigt, stets nah am Sterben,
Und das Köstlichste: die Töne

Der Musik, die im Entstehen
Schon enteilen, schon vergehen,
Sind nur Wehen, Strömen, Jagen
Und umweht von leiser Trauer,

Denn auch nicht auf Herzschlags Dauer
Lassen sie sich halten, bannen;
Ton um Ton, kaum angeschlagen,
Schwindet schon und rinnt von dannen.

So ist unser Herz dem Flüchtigen,
Ist dem Fließenden, dem Leben
Treu und brüderlich ergeben,
Nicht dem Festen, Dauertüchtigen.

Bald ermüdet uns das Bleibende,
Fels und Sternwelt und Juwelen,
Uns in ewigem Wandel treibende
Wind- und Seifenblasenseelen,

Zeitvermählte, Dauerlose,
Denen Tau am Blatt der Rose,
Denen eines Vogels Werben,
Eines Wolkenspieles Sterben,

Schneegeflimmer, Regenbogen,
Falter, schon hinweggeflogen,
Denen eines Lachens Läuten,
Das uns im Vorübergehen

Kaum gestreift, ein Fest bedeuten
Oder wehtun kann. Wir lieben,
Was uns gleich ist, und verstehen,
Was der Wind in Sand geschrieben.

Hermann Hesse

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