Kinder, Eis und Omas, waren wichtige Elemente dieses Reiseabschnittes. Neben unserem 4. Kind offenbarte sich eine Freundin, die ebenfalls einen weiteren Erdenbürger in die Welt bringt. Und wo unsere Kinder sind, da ist Eis nicht fern, wenn dann noch die Oma kommt, dann können sie Eis fast riechen.

Zu Gast bei Familie Stockinger

Vom Südschwarzwald aus führte unser Weg nun in den Nordschwarzwald, nach Neuweiler zum Hof von Familie Stockinger. Dieser Hof existiert bereits seit über 400 Jahren und wieder wurden wir sehr herzlich empfangen.

Herr Stockinger zeigte uns mehrere Möglichkeiten und wir nahmen den Platz neben der Scheune, der gut im Schatten lag. Die Kinder bestaunten gleich die Kühe und entdeckten einen großen Steinhaufen, der ihr Lieblingsplatz auf diesem Hof wurde (neben dem kleinen Spielplatz mit Sandkasten, den sie ebenfalls oft besuchten).

Frau Stockinger backte am nächsten Tag Brot, sehr lecker. Beim Brotbacken kamen Sonia und Thomas ins Gespräch mit ihr. Sie hat 6 Kinder, der jüngste ist auf dem Hof. Er war sehr sympathisch und hilfsbereit.

Wir machten einen Ausflug nach Calw, wurden dort mit 7 km/h zu schnell geblitzt und besuchten die Dorfgemeinschaft Tennental. Dort gibt es einen herrlichen Hofladen sowie ein einladendes Café, in das wir uns setzten.

Wir genossen die kurze Zeit bei der Familie Stockinger sehr. Voller Gastfreundschaft, guten Gesprächen mit den Gastgebern und viel Herzlichkeit. Danke an die Familie Stockinger für die Zeit auf dem Hof.

Für alle genug da!

Eine Traum-Hochzeit in Heidelberg

In Heidelberg standen wir in Kirchheim auf dem Hof QuerBeet. Dort wurden wir sehr herzlich von Martina Sauter, der Besitzerin, in Empfang genommen. Ihr Mann war leider kurz vorher, mit erst 61 Jahren verstorben! Ein zutiefst einschneidendes Erlebnis für sie. So viele Ehejahre Seite an Seite verbracht und nun alleine zu sein… Puh! Und noch dazu einen ganzen Hof zu bewirtschaften! Bei Frau Sauer durften wir dann die ersten Erdbeeren dieses Jahr probieren. Sie schmeckten köstlich!
 
Am Donnerstag Abend besuchte uns noch eine gute Freundin – Isabell. Und sie kam nicht alleine, sondern sie ist schwanger :-). Zu unserer Heidelberger Zeit war sie öfters bei uns zum Essen. Es war so schön, Isabell wiederzusehen! Thomas kennt sie vom Qigong und gemeinsam übten sie spät am Abend noch Huichungong.
 
Ein Tag vor der Hochzeit erhielten wir seltenen Besuch: Unsere liebe Hebamme Karolin, die Merlins und Momo Hausgeburt begleitet hatte, schaute nach über einem Jahr bei uns vorbei. Was für ein Freude! So hatten wir alle die Gelegenheit an diesem 25. April 2019, das erste mal die Herztöne des bald neuen Erdenbürgers zu hören. Sehr aufregend! Marie und Merlin freuen sich schon riesig! Und Momo findet es spannend, Sonias Bauchnabel nun öfters bestaunen zu dürfen…

 

Thomas, Marie und Merlin waren am Tag vor der Hochzeit noch beim Friseur 🙂 Es war super spannend und wir hatten einen sehr netten Friseur, der Marie und Thomas die Haare schnitt. Und irgendwie kam es, dass Thomas bei diesem Besuch auf die Idee kam, dass er jetzt lange Haare haben möchte …

Man beachte die Luftballons in Merlins Hand, immer mit dabei!

Und dann war es so weit. Der Tag der Hochzeit kam. Wir zogen alle fünf unsere besten Kleider an und los ging es: zum Heidelberger Schloss! Der Tag verging wie im Fluge. Perfekt geplant, gab es ein Highlight nach dem Anderen: Fotos im Schlosspark, Führung durch das Heidelberger Schloss, Kaffeetrinken im Schlosscafé, Feier in der Kapelle und grandioses Abendessen in der Altstadt … und das alles zweisprachig. Die belgische Seite der Braut war eingereist und Christoph und Karolin hatten für die deutsche, französische und belgische Seite meisterlich gesorgt. Ein weiterer schöner und bewegender Tag ging für uns zu Ende!

Während die Frischvermählten am nächsten Tag in die Flitterwochen auf Korsika fuhren, ging es für uns zum nächsten Zielort weiter: Öhringen. Thomas Mutter kam zu Besuch.

Auf einer Hochzeit gibt es viel leckere Sachen ...

Wiedersehen mit Thomas‘ Mama

In Öhringen trafen wir Toms Mutter. Wir erlebten mit ihr sehr schöne Tage und machten u.a. einen Ausflug nach Rothenburg ob der Tauber. Wohl eine der schönsten Städte, die wir bisher besucht haben. Der Gang in eine Eisdiele gehörte wie immer mit dazu… denn auf Oma Brunis täglichem Speiseplan darf kein Eis fehlen 🙂

Eis und Oma, zwei Dinge die für unsere Kinder zusammen gehören

Ein beruflicher Termin ruft uns zurück

Kurzfristig hatte Thomas einen beruflichen Termin in der Umgebung von Heidelberg, so dass wir nicht wie ursprünglich geplant in Richtung Bayern fuhren, sondern zurück nach Heidelberg.

Das ermöglichte uns ein Treffen mit Sonias Mutter und Sonias Freundin aus der Schule: Lea mit Maleika und Olivia. Beide Treffen waren gefühlt viel zu kurz, aber wir freuten uns riesig alle wiederzusehen!

Und wir traffen Heidi, Christian, Ida und Romy wieder. Es war ein Eintauchen in die gute alte Zeit, im wunderschönen Familienzentrum von Bammental. Ein Wermutstropfen unserer Reise, dass wir sie so selten sehen.

Auf dem Alla-Hopp Spielplatz in Kirchheim trafen wir dann Jacqueline und Richard mit ihren Kindern. Bei ihnen deutet sich eine größere Veränderung an und wir sind so gespannt, ob sie diese neue Möglichkeit wahrnehmen werden. Einmal mehr zeigt es sich, dass das Leben schwer planbar ist, weil die spannenden Dinge „vom Himmel fallen„!

Unser Kinder könnten den ganzen Tag schaukeln ...

Wir entdecken eine Idylle

Danach ging es in den Schwäbisch-Fränkischen Wald, zum Völkleswaldhof. Dieser liegt wunderschön an einem Berg. Ein Ort wie aus einem Märchen. Ein liebevoller Hund, einige Katzen und sehr nette Gastgeber. Diese bewirtschaften den Hof seit über 30 Jahren als Demeter Betrieb. Wir spürten die Jahrzehnte lange Arbeit und Liebe in diesem Hof sofort.

Nach einem kurzen Rundgang mit Pius wählten wir als Stellplatz die große Wiese aus. Dort standen wir in herrlicher Alleinlage, umgeben von Wiesen und Wald. Und obwohl die nächste Steckdose über 100 Meter weg war, verschaffte uns Pius einen Zugang dazu. Im nächsten Augenblick brachte er Thomas noch einen Rasenmäher, damit wir im Gras einen kleinen Weg zur Emma mähen konnten. Finn half am Ende, den Rasenmäher wieder zu reparieren, weil Thomas ihn nicht mehr an bekam.

Mit Anja und Pius kamen wir gleich ins Gespräch und lernten später noch Lea, Finn, Ida und Theres kennen. Einen Abend verbrachte Thomas mit Pius und erfuhr sehr viel über die Geschichte des Hofes und seine Zukunft. Leider wurde der Pachtvertrag gekündigt, so dass Pius und Anja nun einen neuen Hof suchen. Falls jemand von euch einen Hof kennt, der einen neuen Pächter braucht, schreibt mich an. Ich leite es gerne weiter.

Am zweiten Tag wollten wir noch kurz einkaufen fahren. Sonia und ich wunderten uns über die holprige Wiese. Das hoppelte ganz schön! Auf der Straße hoppelte es immer noch und wir wurden stutzig. Da meinte Sonia, dass vielleicht ein Reifen kaputt sei. Tatsächlich, ein platter Reifen hinten links. Da kein Reifenhändler diesen Reifen vorrätig hatte, fuhren wir zum VW Händler in Gaildorf. Dort nahm sich Herr Brandt der Sache an, fand einen passenden Reifen und besorgte uns sogar noch ein Ersatzfahrzeug (was gar nicht so einfach war). Selten erlebten wir in einem Autohaus einen so tollen Service. Danke an Herrn Brandt!

So konnten wir einen Tag später einen Ausflug nach Schwäbisch Hall unternehmen. Es ist für Thomas immer etwas besonderes, in diese Stadt zu kommen, wo so viele Erinnerungen hochkommen. Und die Kinder liebten den Spielplatz mit direktem Zugang zum Kocher. Wasser, und unsere Kinder kennen kein Halten mehr.

Wir genossen dort die beste Milch unserer Reise. Frisch von den Kühen mit Hörnern. Sehr, sehr lecker. Und am letzten Tag erlebten wir wie Pius auf dem Weg zu einem benachbarten Bauern war, um ihn zu helfen. Sich gemeinsam helfen, selbst wenn man selbst viel zu tun hat, das ist unbezahlbar.

Danke an alle Menschen, die wir auf dem Völkleswaldhof begegnen durften. Für uns war es ein unvergesslicher Aufenthalt.

Dieses Haus am Völkleswaldhof hat uns besonders gefallen

Geburtstag in Münsingen

Zuerst war die Hopfenburg nur ein kurzer Zwischenstopp auf dem Weg in den Homa Hof. Aber durch die Reifenpanne verschoben wir unsere Abfahrt um einen Tag, und blieben zwei Tage auf der Hopfenburg.

Was im Nachhinein schön war, weil wir so in Münsingen am 16. Mai den Geburtstag von Thomas gefeiert haben. Ein entspannter Vormittag auf der Hopfenburg, ein leckeres Mittagessen in Münsingen, zudem uns Sonias Mutter aus der Ferne eingeladen hatte. Vielen Dank, liebe Christine!

Nach dem Essen waren wir noch am Wasserfall in Bad Urach. Ein sehr beeindruckendes Naturschauspiel. Und eine so schöne Strecke für die Kinder. Sie spielten am Bach und entdeckten verborgene Wege. Wir brauchten zwar eine gefühlte Ewigkeit, um anzukommen, aber den Kindern war es immer noch zu kurz. Hier kommen wir wieder hin.

Auf der Hopfenburg nutzten wir die ganze Infrastruktur. Von der Spielscheune, zum Spielplatz mit Trampolin, die Duschen, die Waschmaschine, den Trockenraum und und und. Es ist einfach schön dort.

Auf dem Weg zum Uracher Wasserfall

Thomas Zwischenfazit

Mit den wärmeren Temperaturen wird alles entspannter bei uns. Gemeinsam kommen wir jetzt richtig in das Geniessen der Reise. Die Kinder freuen sich über das „Draussen-Sein“, die Eltern über die immer selbstständig werdenden Kinder und die Freude in ihren Augen.

Ich bin glücklich, richtig glücklich, wie ich es selten in meinem Leben war. Die äußere Reise spiegelt nur einen Teil dieses Glückes, die innerer Reise, die sich durch viele Begegnungen und Gespräche ergibt, ist eine Bereicherung für mein Leben.

Was nicht bedeutet, dass Sonia und ich nicht manchmal unterschiedliche Wahrnehmungen und Meinungen haben, nein. Sondern es bedeutet, dass ich lerne entspannter das Ist wahr- und anzunehmen und es zu geniessen. Ich lebe mehr im Jetzt.

Sonias Zwischenfazit

Durch unsere Reise wird mir immer bewusster, wie wichtig Beziehungen zu Menschen für mich sind. Egal, wo wir hinreisen, das Gefühl sich Zuhause zu fühlen, dazu zugehören, entsteht aus meiner Sicht vor allem im Miteinander. Sich gegenseitig helfen, füreinander da sein, das Leben gemeinsam beschreiten… das ist große Lebensqualität. Den anderen und sich Sein lassen und immer wieder Kompromisse zu suchen und zu finden. So dass am Ende ein schönes Miteinander entstehen kann. Was nicht immer bedeutet, dass es keine Konflikte gibt. Im Gegenteil: wie heißt es so schön: wo Nähe entsteht, reibt es sich auch…

Die wärmeren Temperaturen lassen für mich vieles leichter erscheinen. Jetzt, wo der Alltag sich immer mehr draußen abspielt, gibt es auch neue Freiheiten und mehr Entspannung! Unsere Verbundenheit mit der Natur ist für mich immer spürbarer. Wie sehr meine Laune, mein Alltag, mein Handeln, letzlich von dem Wetter und der Jahreszeit beeinflusst wird! Da staune ich immer wieder!

Schließlich merke ich, wie ich langsam lerne dem Fluss des Lebens weniger Widerstand zu leisten. Fast alle unsere großen Pläne wurden bisher durchkreuzt. Aber das hat uns wiederum zu den unerwartesten und inspirierendsten Begegnungen geführt. Es fühlt sich gut an, wenn ich es schaffe, ins Vertrauen zu gehen und los zu lassen… auch wenn es oft im ersten Schritt große innere Überwindung kostet. Die Erwartung ist schon irgendwie: Das Lebe hat so zu laufen, wie ich es plane… Im Rückblick denke ich aber oft: schön, dass das Leben seinen eigenen Plan hat!

Stellplätze dieser Etappe

Hofladen Quer Beet


http://www.hofladen-querbeet.de
Kirchheimer Hof 5, 69124 Heidelberg, Deutschland


Unterbauernhof Wilhelm Stockinger


Lindenstraße 22, Neuweiler, Deutschland

Völkleswaldhof

http://www.voelkleswaldhof.de
Völkleswaldhof, Völkleswaldweg, Neuhausen, Deutschland

Karte der besuchten Orte und Menschen

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