Dieser Reiseabschnitt war fast wie Urlaub. Wir wohnten für 5 Tage in einer Ferienwohnung, entdeckten herrliche Seen und begegneten unglaublich spannenden Menschen. Wir wurden wieder einmal reich vom Leben beschenkt!

Ab nach Sulzemoos

Nach über 9 Monaten in unserem Wohnwagen galt es an diesem Montag unsere Emma für 5 Tage in die Werkstatt zu geben. Um am Montag morgen keinen Stress mit der Anreise zu haben, fuhren wir bereits am Sonntag nach Sulzemoos und standen auf dem Stellplatz der Werkstatt.

Dort lernten wir Fritz kennen, der direkt neben uns stand und mit MeinWomo eine Plattform für Wohnmobilstellplätze betreibt. Er und seine Frau leben seit 25 Jahren entweder im Wohnmobil oder auf dem Boot. Auch ein spannendes Lebenskonzept. Sonia und ich haben den Austausch mit ihnen sehr genossen!

In guten Händen

Der Weg zur Werkstatt war sehr kurz und nach ein paar Minuten kam Herr Heckmaier und nahm unsere Emma in Empfang. Wir besprachen die offenen Punkte und fuhren mit Anton zu unserer Ferienwohnung am Kochelsee.

Schweren Herzens geben wir Emma für 5 Tage ab

Am Kochelsee

Wir entschieden uns erst eine Woche vorher für unseren Aufenthaltsort während der Reparatur und hatten entsprechende Probleme, noch eine Ferienwohnung zu finden. Es war Ferienzeit!

Doch wie das Schicksal so spielt, fanden wir bei Familie Adams am Kochelsee eine herrliche kleine Ferienwohnung. Das Schlafzimmer wurde zum Familienbett, der Balkon zum Spielplatz und die Küche hatte ausreichend Platz für einen Kinderstuhl am Tisch. Und noch eine Waschmaschine im Keller! Im Dorf gab es dazu noch einen schönen Spielplatz. Mehr brauchen wir nicht.

Marie, Merlin und Momo auf dem Weg über die Rutsche

Zu Sonias Wurzeln

Die nächsten Tage machten wir viele Ausflüge in diese herrliche Region. Wir waren im Heimatdorf von Sonias Uroma, in Krün, wanderten an den Grubsee, machten einen Abstecher nach Seefeld, um am Ende in Wallgau das wohl leckerste Eis unserer Reise zu essen!

Ein anderer Ausflug führte uns nach Greith, zum Bioladen des Jahres. Das machte uns natürlich neugierig und unsere Erwartungen waren groß.

Ein toller Spielplatz in Wallgau

Bioladen des Jahres

Wir wurden sehr freundlich begrüßt. Der Bioladen Berghofer Biostadtl steckt voller Liebe im Detail und hat alles, was das Herz begehrt. Da es bereits Nachmittag war, entschieden wir uns erst mal für eine kleine Getreide-Kaffee-Pause. Da die Inhaber Petra Neuber die Wildheit unserer Kinder sah, lud sie uns in ihren privaten Garten ein, wo wir in aller Ruhe essen und trinken konnten. Bei dieser Gelegenheit lernten wir Helmut kennen, der sie im Laden unterstützt.

Mit Petra redeten wir noch länger und gerne hätten wir unsere Gespräche fortgeführt, doch durch den Ladenbetrieb blieb dafür bei diesem Mal zu wenig Zeit. Petra empfahl uns noch einen See in der Nähe, ideal für Kinder, weil er sehr flach beginnt.

Im herrlichen Garten des Biostadl

Am und im Moorsee

Dort fuhren wir spontan hin und genossen einen warmen Moorsee – dem Hergatsrieder See, der mehrere Meter sehr flach ins Wasser führt. Ideal für unsere drei kleinen Wasserliebhaber. Wir lagen auf der Wiese und sahen einen Bauernhof in der Nähe. Wir entschieden uns, dort später noch hinzufahren und zu fragen, ob wir bei Gelegenheit dort mal stehen könnten.

Gesagt, getan. Wir trafen dort Michael, den Sohn des Bauerns. Er sprach mit seinen Eltern und sie gaben uns tatsächlich ihre Zusage. Zwar ging unsere Reise dann in eine andere Richtung weiter, aber wir kommen auf jeden Fall zurück!

Ein Blick wie aus dem Bilderbuch

Freilerner-Treffen in Trienz

Durch Anja, eine Freilerner-Freundin, wurden wir auf ein Freilerner-Treffen bei Sabrina und Moises in Trienz hingewiesenen. Kurzentschlossen fuhren wir dort hin.

Dort erlebten wir sehr entspannte und schöne Stunden. Wir trafen viele andere Freilerner, hatten spannende Gespräche und Begegnungen. Danke an Fabienne, Johannes, Caro, Lena, Andre, Sabrina, Moises und all die anderen.

Durch den Aufenthalt dort haben wir neue Impulse bekommen! Und noch nie in unserem Leben haben wir so viele leckere Kirschen direkt vom Baum gegessen.

Wir blieben ein paar Tage länger und Thomas war während der frühen Morgenstunden mal auf dem Markt in Mosbach. Während alle noch schliefen kaufte er Brötchen beim Fritze Beck, den wir von einem Brunch her kennen; leckeres Obst und Gemüse vom Heimentaler Biohof und Bratwürste vom Heinrichhof. Wir fanden all die Nahrungsmittel sehr lecker!

Marie liebt Akrobatik

Das Highlight der Kinder

Für die Kinder war es das Highlight: Reiten auf den Pferden. Und so stieg Marie auf ein Pferd, Merlin auf ein Pferd und da wollte Momo auch nicht unten bleiben. Gemeinsam mit Merlin ritt sie auf einem 2 Meter Pferd. Herrlich!

Alle Kinder waren sehr achtsam

Das Leben ruft

Sonias Opa ging es seit ein paar Tagen nicht gut. Deshalb fuhren wir für einen kurzen Abstecher nach Aschaffenburg, um ihn zu besuchen. Er war wie so oft sehr präsent im Kopf, doch gleichzeitig merkte Sonia, dass er körperlich sehr schwach ist. Sie verbrachte noch einmal Zeit mit ihm und wir fuhren nach einem Tag weiter.

Jetzt beginnt unsere Reise in den Osten und Norden von Deutschland. Doch dazu mehr im nächsten Reisebegleiter-Brief.

Sonias Zwischenfazit!

Die Woche, in der Emma zur Reparatur musste und wir nach neun Monaten wieder in einer Wohnung waren, war schön und seltsam zugleich. Schön, weil es auch Luxus war, eine warme Dusche, eine eigene jederzeit begehbare Toilette, fließendes Wasser und ein Familienbett zu haben. Aber auch seltsam, weil ich unsere Emma einfach liebe und sie sehr vermisst habe.

Die Gegend um den Kochelsee hat mich sehr beeindruckt. Was für wunderschöne Bergseen und wilde Natur wir in unserem Land haben! Ich war total begeistert. Leider aber auch eine sehr teure Gegend, die wir uns nicht leisten können. Wirklich schade!

Das Freilerner Treffen in Trienz fand ich angenehm, weil es so entspannt und frei ablief. Die Menschen haben mich inspiriert und ich war überrascht von einigen zu hören, wie entspannt der Freilerner Weg auch laufen kann. Es war auch schön zu sehen, wie frei und glücklich die Kinder auf Sabrinas und Moises Gelände herum sprangen!

Das erste mal unser ungeborenes Kind durch den Ultraschall zu sehen war aufregend! Leider war das Geschlecht nicht eindeutig bestimmbar. Aber das Wichtigste war, dass alles in Ordnung zu sein schien! Ich bin schon sehr gespannt, auf dieses kleine Wesen!

Die Nachricht, dass es meinem Opa schlechter geht, war bedrückend, wenn auch nicht überraschend. Mit 93 Jahren darf es auch mal gut sein. Dennoch würde mich ein vierter Todesfall innerhalb der letzten drei Jahre doch ziemlich umhauen.

Ich bin nun sehr gespannt, auf den Osten unseres Landes, den ich so gar nicht kenne!

Thomas‘ Zwischenfazit

Wie praktisch unsere Emma ist, merkte ich in der Ferienwohnung. Sie war viel größer als Emma, aber lange nicht so praktisch. Obwohl sie nur 15 qm hat (ohne Möbel), hatten wir mehr Platz in unserer Emma, als in der deutlich größeren Küche. Also, unsere Emma, ist schon eine ganz besondere.

Mir hat besonders Wallgau gefallen. Ein herrlicher Ort, ein toller Spielplatz, leckeres Eis und irgendwie anziehend. Dort fahren wir sicherlich mal wieder hin!

Sabrina und Moises haben beim Freilerner-Treffen einen herrlichen freiRAUM bereit gestellt. Von so etwas Träume ich auch. Einen Ort, wo Menschen willkommen sind, jeder auf seine Art. Diese Zeit war ein großes Geschenk.

Der Abstecher nach Aschaffenburg zeigt mir klar auf, dass dies nicht unser Lebensort sein wird. Er ist schön, keine Frage, aber ihm fehlt das Herz, die warme Energie.

Auf in den „Wilden Osten„! Ich erwarte dort mehr Andersartigkeit, mehr Mut Neues zu wagen, ganz neue Lebensformen und Menschen, die das Miteinander mehr leben. Ich bin gespannt!

Stellplätze dieser Etappe

freiRAUM Trienz



Zimmerecke 20, Fahrenbach, Deutschland


Sulzemoos


Sulzemoos, Deutschland

Karte der besuchten Orte und Menschen

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