Unsere Reise Richtung Osten und ans Meer beginnt! Sie bringt uns nach Oberfranken und sollte eigentlich gleich nach Thüringen führen. Doch ein kleines Dorf, erregt unsere Aufmerksamkeit und fasziniert uns. Veitlahm!

Ein Paradies für Kinder

Unser erster Stopp nach Aschaffenburg war Iff’s Ferienhof in Retzstadt. Und was für ein schöner Hof. Franz begrüßte uns herzlich und zeigte uns die Möglichkeiten für unsere Emma. Wir nutzten die Gelegenheit gleich für einen ersten Austausch. Seine Frau Anja lernten wir am nächsten Tag kennen und kamen auch mit ihr gleich ins Gespräch.

Später probierten wir seinen Apfelsaft, der aus den umliegenden Obstbäumen kommt, die in der Gemeinde verteilt sind. Sehr, sehr lecker. Wir haben selten so einen feinen Apfelsaft gedrunken. Thomas bekam noch eine Führung in die Brennerei, eine der letzten Brennereien in der Gegend.

An diesem Tag war es wieder sehr heiß und die Kinder freuten sich über beide Ohren, als Franz mit einer „Muschel“ kam, die wir mit Wasser füllten. Was für ein Geschrei, was für eine Freude, die Kinder waren jetzt nicht mehr aufzuhalten.

Am nächsten Morgen erkundeten sie das Indoor-Trampolin und den kleinen Spielplatz auf dem Hof. Wir meinen, für Kinder ein kleines Paradies!

Nur eine Attraktion für unsere Kinder ...

Paten für Blumenwiesen

Unser Weg Richtung Osten führte uns zum Bauer Reinhart. Herrlich etwas Abseits gelegen mit einem riesigen Spielplatz für Kinder. Thomas parkte Emma vor die Einfahrt, was etwas knifflig war, weil es sehr uneben war. Doch mittlerweile entwickeln wir in so was immer mehr Routine.

Schatten, an diesem Tag ein Segen!

Dort duschten wir erst mal wieder. Was bei der Hitze eine große Freude war. Vor allem für die Kinder. Dort entdeckte Thomas auch eine riesengroße Blumenweide, für die Menschen eine Patenschaft erwerben können. Wir finden, eine tolle Idee!

Mehr Vielfalt auf unseren Wiesen!

Auf dem Erlacherhof

Vor Monaten hatte Thomas bereits mit Eckart gemailt, um einen Besuch auf dem Erlacherhof zu ermöglichen. Jetzt waren wir endlich in der Nähe und wir freuten uns bereits sehr auf das persönliche Kennenlernen.

Dieser Ort wurde vor ca. 12 Jahren von Eckart und seiner Frau Katja übernommen und sie leben dort gemeinsam mit anderen Menschen in einer lebenswürdigen Nachbarschaft. Dort trafen wir eine hochschwangere Frau, die gerade in den letzten Zügen ihres Studiums steckt. Ein Pärchen mit Kind, die selbst einen Holzwohnwagen gebaut hatten – und der sah super toll aus! Sowie ein Paar, das entschlossen hatte, hier ihren Lebensabend zu verbringen.

Jedes Gespräch war eine Bereicherung für uns. Dort entsteht etwas wunderbares. Sonia war besonders von den Gesprächen mit Katja begeistert. Auch gefiel ihr die Freiluft-Küche im Hof sehr gut. Eine gute Inspiration für unsere Reise. Thomas bestaunte die Schnitzereien von Eckart. Leider fand Thomas nicht die Zeit, diese Werke mit Eckart zu besprechen.

Diese Küche begeisterte Sonia

Doch so schön es dort auch war, unser Herz konnte sich diesem Ort nicht öffnen. Es passte irgendwie nicht. Vielleicht lag es mit an den zwei Straßen, die den Hof flankieren, so genau können wir es gar nicht sagen.

Heidelberg verbindet

Wir fuhren zum Demeter Hof Morgenstern in Mitwitz. Er ist eine Empfehlung von Andreas, ein guter Freund aus Heidelberg – und darüber hinaus sogar noch in Landvergnügen.

In einem kurzen Gespräch mit Hermann erfuhren wir mehr über seine Zeit in Heidelberg und die Verbindung von seiner Frau, dessen Opa, Karl Heinrich Bauer,  in Heidelberg die Krebsforschung begründet hat und der erste Rektor der Uni Heidelberg nach dem 2. Weltkrieg war.

Sie bieten in ihrem Hofladen Jogurth, Quark, Brot und Eier an. Auch hier führten wir wundervolle Gespräche mit seiner Frau Ute und deren Tochter Christa. Sie erzählte über ihren Traumort, Veitlahm. Den wir daraufhin kurzfristig in unsere Reiseroute aufnahmen.

Ein herrlicher Spielgarten für Kinder!

Ein Dorf zum Verlieben

Der Empfehlung von Christa, der Tochter von Ute und Hermann Schäfer, folgend, sind wir kurzfristig und spontan nach Veitlahm gefahren. Glücklicherweise gibt es dort ein Landvergnügen-Stellplatz, den wir nutzen konnten. Bei Teresa und Christian standen wir herrlich auf ihrem Hof. Blick auf die Kühe, Stille und zweimal am Tag liefen die Kühe zur Wiese und in den Stall zurück, direkt vor unserem Fenster.

Spielzeug ist, was man darunter versteht!

Kurz nach unserer Ankunft fuhren wir mit den Rädern ins Dorf. Ein kurzer und herrlicher Weg. Direkt an der Demeter-Gärtnerei vorbei, die gemeinsam mit dem Hof in einer Solawi organisiert ist. Dort erkundeten wir den zentralen Platz, direkt vor einem gut sortierten Bioladen und neben einem Cafe mit leckeren Kuchen, Torten, Eis und und und …

Mitten auf dem Platz steht eine Linde, mit Bänken, Stühlen, Tischen. Während unserer Zeit in Veitlahm war es die zentrale Anlaufstelle und der Treffpunkt, um andere Menschen kennenzulernen. Wir führten herrliche Gespräche unter der Linde. Danke an alle die Menschen, mit denen wir in Begegnung gehen konnten.

Am vorletzten Tag kam uns Oliver und seine Familie besuchen. Wir führten ein tolles Gespräch über unsere Gesellschaft, das Bildungssystem und Möglichkeiten, seinen eigenen Weg zu gehen. Solche Begegnungen sind das Salz unserer Reise.

Kurz vor unserer Abreise besuchten Thomas und Merlin noch Hartmut, der eine Klangschule betreibt. Sie kamen in den Genuss eines Klangmärchens. Was für ein herrliches Erlebnis. Hartmut hatten wir auf dem Bauernhof kennengelernt und er hatte uns zu sich eingeladen.

Wir hatten noch das Glück, mit zwei langjährigen Veitlahmerinnen zu sprechen. Sie besuchten uns in den letzten Stunden unserer Abreise. Sonia und Thomas erfuhren viel über die Geschichte dieses Ortes und der Einfluss der Anthroposophie in den letzten 35 Jahren. In Veitlahm wurde mit der Hofübergabe an Teresa und Christian bereits der erste Schritt für eine neue Generation eingeleitet. Es bleibt spannend, was in Veitlahm noch passieren wird.

Veitlahm hat uns durch seine Offenheit, Freundlichkeit und Lebensqualität sehr beeindruckt. Sonia und ich können uns gut vorstellen, hier mal zu Leben. Danke an Christa, für diese Empfehlung!

 

Sonia’s Zwischenfazit

Durch die vielen Etappen dieses Reiseabschnitts, kam ich nochmal verstärkt in den Genuss, die Unterschiedlichkeit und Charaktere der verschiedenen Höfe und Menschen zu schätzen.

Besonders angetan war ich von Veitlahm! Dort angekommen war für mich gleich eine besondere Atmosphäre spürbar. Es hat mich sehr fasziniert so einen Ort voller Individualisten kennenzulernen. Ich hätte gar nicht gedacht, dass es so etwas als Dorf gibt. Jeder dort fiel durch seine Buntheit und Andersartigkeit auf. Und zusammen bilden sie eine wahre Inspiration!

Ich bin sehr gespannt, wen und was wir auf unserer weiteren Reise noch kennenlernen werden.

Thomas Zwischenfazit

Wir waren an 5 Tagen an 5 unterschiedlichen Orten. Das war ganz schön anstrengend. Doch irgendwie oder irgendwas wollte dies wohl so. Umso erstaunlicher für mich, der alte Planer, dass wieder einmal ein ungeplante Begegnung unsere Reise prägen sollte. Und auf jedem Hof gab es schöne Begegnungen und Erlebnisse. Diese Etappe war so voll von Leben, von Gesprächen und Eindrücken!

Der Hinweis von Christa auf Veitlahm führte uns nicht nach Thüringen, sondern davon weg. Und es hat sich wirklich gelohnt. Ein wunderbarer Ort, mit herrlich ver-rückten, andersdenkenden und andershandelnden Menschen. Die Offenheit gefällt mir sehr gut, dieses Zeit haben, was den ganzen Ort durchzog. Für mich definitiv ein Ort, an dem unsere Reise enden könnte.

Jetzt freue ich mich auf Thüringen, die Windberg Gemeinschaft und andere Gemeinschaften, die wir besuchen wollen!

Stellplätze dieser Etappe

Patersberghof


http://www.patersberghof.de
Patersbergweg 7, Mainleus, Deutschland


Iff’s Ferienhof

http://www.iffs-ferienhof.de
Goldbrunnenstraße 39, 97282 Retzstadt, Deutschland

Bauer Reinhart

http://www.bauer-reinhart.de
Obsthof 1, Rauhenebrach, Deutschland

Hof Morgenstern


Schwärzdorf 19, 96268 Mitwitz, Deutschland

Erlacherhof

http://www.erlacherhof.de
Erlach 1, Weismain, Deutschland

Karte der besuchten Orte und Menschen

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Lieber Thomas, vielen dank für eure Berichte. Ich lese sie immer sehr aufmerksam. Günther und ich machen im August eine Radtour am Main. Nach eurem heutigen Bericht werden wir einen kleinen Abstechen nach Veitlahm machen. liebe Grüße Valentina

    1. Liebe Valentina, ja, das lohnt sich. Das Cafe hat ab Donnerstag geöffnet, der Bioladen die ganze Woche. Euch eine herrliche Reise. Von Herzen, Thomas

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