Auf unserer Reise ans Meer entdeckten wir zwei spannende Orte. Windberg in der Nähe von Erfurt und ein Freilerner-Projekt in Bad Schmiedeberg. Auf unserem Weg haben wir noch Freunde aus Aschaffenburg getroffen. Eine intensive, spannende und schöne Zeit, die wir erleben durften.

Die Windberg Gemeinschaft

Nach einer Zwischenstation in Engerda kamen wir über Erfurt in der Windberg Gemeinschaft an. Wir wurden herzlich von Luja begrüßt und waren froh, dass das gemeinsame Mittagessen gerade serviert wurde. So konnten wir unseren Hunger stillen und lernten gleich einige Mitglieder von Windberg kennen.

Luja zeigte uns auch die möglichen Stellplätze, von denen wir den oberen auswählten – schön ruhig und trotzdem nahe dran. Die Windberg Gemeinschaft hatte am Tag zuvor erst ein riesen Event gestemmt und wir merkten den Menschen an, dass nach all der Anstrengung erst einmal Pause angesagt war.

Eine Führung durch das große Gelände

Umso erstaunter waren wir, dass uns Ulf gleich eine Führung durch das große Gelände anbot. Dankbar nahmen wir an. Es war super spannend und wir erfuhren, dass zum Grundstück ein eigenes Freibad gehört. Dies ist zwar nicht mehr in Benutzung, aber kann wieder reaktiviert werden. Später lernten wir noch seine Frau Britta kennen.

Menschen, Feuer, Gespräche

Wir lernen die Gemeinschaft kennen

Marie genoss es, mit anderen Kindern zu spielen. Merlin und Momo liebten den Sandkasten und die Weite in der Gemeinschaft. Besonders schön war das Lagerfeuer mit Stockbrot bei Julia und Simon, zudem sich nach und nach weitere Mitglieder versammelten. Zeit für Gespräche, für Singen, für Sein! Herrlich!

Da Luja am nächsten Tag in den Urlaub fuhr, war Julia unsere Ansprechpartnerin. Und das war super spannend für uns. Sie und ihr Mann Simon waren so herzlich und offen, dass haben wir richtig genossen. Es ging auch um unsere Sorge, ob eine Familie in einer Gemeinschaft ihren Platz haben kann. Was Julia aus eigener Erfahrung jedoch bestätigen konnte – allerdings gilt es dies selbst aktiv zu gestalten.

Tolle Gespräche

Thomas hatte noch ein schönes Gespräch mit Jada, die eine der ersten in diesem Projekt war. Tolle Gespräche sind die schönsten Geschenke auf unserer Reise. Zum Abschluss gab es ein solches Gespräch noch mit Brigitte, wieder ein Geschenk!

Abstecher und Abschied

Zwischendurch besuchten wir Weimar. Eine kleine, liebevolle Stadt. Doch wir merken immer mehr, wie die Resonanz auf Städte in uns abnimmt. Sie verlieren ihren Reiz, ihre Anziehungskraft.

Windberg war ein spannender Ort für uns. Mit 20 Mitgliedern ist eine relativ kleine Gemeinschaft, die sich vergrößern möchte. Sie haben bereits eine freie Schule, die im nächsten Jahr 10 Schüler haben wird. Ein Ort, den wir nochmals besuchen wollen.

Am Seebad mit Freunden

Aus Aschaffenburg kannten wir Debbi und Simon, die wir nun in Barby am Seebad treffen wollten. Solch spontane Treffen sind meist die schönsten. Debbi und Simon hatten bereits einen tollen Stellplatz rausgesucht und wir freuten uns sehr, beide und die Kinder wiederzusehen.

Nach einem gemeinsamen Abend entschlossen wir uns zusammen zu einem Freilerner-Projekt nach Bad Schmiedeberg zu fahren. Das waren zwar nochmals 2 Stunden für Debbi und Simon, die eigentlich in Richtung Heimat fahren wollten, so dass wir uns noch mehr freuten, dass sie doch mitkamen.

Bad Schmiedeberg

Wir hatten über Bekannte von diesem Projekt erfahren und Thomas ging dafür sogar wieder auf Facebook, wo er sich im Januar abgemeldet hatte. Doch Infos zum Projekt gab es nur in einer Facebook-Gruppe.

Wir stimmten unseren Besuch mit Carina ab, die uns zwei reisenden Familien sehr freundlich empfing. Und was für ein schöner Ort! Nicht in dem Sinne, dass hier alles so wäre, wie es sein könnte – sondern, weil er so ruhig, so natürlich, so weitläufig ist. Er wirkt wie im Dornröschenschlaf, der erweckt werden möchte.

Eine Spielplatz für die Kinder

Der gute Geist des Geländes

Dort lernten wir wundervolle Menschen kennen. Zum Beispiel Micha, die gute Seele des Ortes. Er half jedem und kümmerte sich um wirklich alles. Das Ganze mit einer Güte und Wärme, die einfach schön war! Danke Micha, für all Dein Sein!

Unsere Kinder spielten mit den anderen Kindern. Wir saßen am Lagerfeuer, durchstreiften das Gelände, schauten mit Micha in das alte Freizeitbad vor Ort (eine Ruine) und redeten viel mit Carina, Katja und Stephanie. Kurz vor unserer Abreise kamen Kristin und Günter (ohne h), sie haben mit dem Eigentümer diesen Ort für Freilerner geöffnet.

Oh Schreck, oh Schreck

Zu unserem Erschrecken hatten wir Läuse bei einem der Kinder gefunden. Was zur sofortigen Gegenmaßnahmen führte. Bisher mit großem Erfolg!

Einen noch größeren Schrecken bekamen wir, als unsere Markise am Wohnwagen ohne Einwirkung sich selbst rauskatapultierte und gegen einen Baum sprang. Zum Glück war niemand vor dem Wohnwagen. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn dies während einer Fahrt geschehen wäre. Gemeinsam mit Micha, Valentin und Carina, haben wir sie irgendwie wieder rein bekommen und festgezurrt. Unglaublich!

Die Zeit war noch viel zu kurz, um den Ort richtig entdecken zu können – aber wir kommen wieder :-).

Erste Lösungsversuche ...

Sonias Zwischenfazit

Windberg und Bad Schmiedeberg zu erleben, waren für mich sehr spannende Projekte . Es ist immer wieder beeindruckend für mich zu erfahren, wie viele Menschen sich zusammen tun und sich gemeinsam für ein anderes Leben einsetzen.

Dennoch merke ich, dass ich sehr viel Respekt vor einem solchen Leben in einer Gemeinschaft habe. Wo haben wir als Familie in so einem Projekt unseren Platz? Wie viel muss ich dort noch außerhalb der Familie an Zeit investieren? Kann und will ich das leisten?

Wie können wir auch als Paar dort sein? Geschichten von einigen Trennungen, Dreiecksgeschichten häufen sich. Dies wirkt zunächst nicht sehr einladend. Auch wenn Trennungen natürlich überall passieren können.

Andere Lebensweisen zu beschnuppern, bringen interessante Fragen in mir hervor. Es gibt mir die Chance Dinge zu hinterfragen und mich selbst besser kennenzulernen. Was passt zu mir? Welche Dinge ziehen mich an? Was macht mir Freude?

Thomas‘ Zwischenfazit

Beide Orte sind voller Potenzial und ich erlebte an beiden Orten spannende Begegnungen. Den Windbergern merkte ich die große Anstrenung durch die Veranstaltung mit über 400 Menschen an. Hier wäre es spannend, zu einem späteren Zeitpunkt wieder hinzu fahren.

Bad Schmiedeberg kann so etwas wie der Traum der Freilerner werden. Jedoch ist vieles dort noch unsicher und die Gebäude bedürfen fast alle einer Renovierung. Oder wie ich gelernt habe („für Menschen mit handwerklichem Geschick“).

Auf der einen Seite eine große Bereicherung, zwei so tolle Orte kennengelernt zu haben. Doch andererseits macht dies die Entscheidung nicht leichter.

Stellplätze dieser Etappe

Freilernergelände Bad Schmiedeberg



Bad Schmiedeberg, Deutschland


Seebad Barby

http://www.stadt-barby.de/de/seepark-barby.html
Seepark Barby, Gnadauer Straße, Barby (Elbe), Deutschland

Gemeinschaft Windberg

http://www.windbergev.de/
Am Windberg 1, 99625 Beichlingen, Deutschland

Karte der besuchten Orte und Menschen

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Ich hoffe, Ihr habt keinen Goldgeist verwendet, sondern Niem- oder Kokos-Öl!
    Merles Mama

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