Urlaubszeit für uns. Für viele ist unsere ganze Reise ein großer Urlaub. Für uns ist es das Leben in all seiner Vielfalt. Doch für diesen Reiseabschnitt haben wir uns entschieden, mal Urlaub von Landvergnügen zu machen. Wir machen Urlaub auf Campingplätzen.

Urlaub an der Ostsee

Ein Campingplatz direkt an der Ostsee. Der kleine Ort hiess Loissin und liegt in der Nähe zu Greifswald. Wir standen 20 Meter vom Strand entfernt und genossen die Zeit sehr. Die Kinder liebten den flachen Strand. Noch nach 50 Meter konnten sie stehen.

Badefreuden

Ein Haus in Ueckermünde

In Ueckermünde entdeckten wir ein interessantes Haus, welches wir uns sogar mit einem Makler angeschaut haben. Thomas hat es sehr gut gefallen (es gab ein Dojo auf dem Gelände). Sonia war eher zurückhaltend. Nach langen Gesprächen, vielfachem abwägen, haben wir uns dafür entschieden weiter zu suchen. Zu groß wären die Kompromisse geworden. Doch es half uns, unsere Zielvorstellungen genauer formulieren zu können. Und wir haben sehr nette Menschen bei der Besichtigung kennengelernt!

Rügen und Usedom

Wir waren jeweils mal auf Rügen und Usedom. Allerdings merkten wir, dass wir um sie richtig zu entdecken, mal länger hier verweilen sollten. Doch in der Hauptsaison musste dies nicht sein. Wir entdeckten allerdings ein sehr leckeres italienisches Restaurant. Bei dem gab es sogar eine Kinderpizza, die war deutlich kleiner und schöner als die großen Pizzen!

Kinder-Pizza

Urlaub

Sonst waren wir am Strand, in Greifswald im Biomarkt, haben das Leben genossen. Die Kinder haben Brombeeren für sich entdeckt und nutzten jede Gelegenheit diese Früchte zu pflücken und sofort zu essen.

Die Brombeeren-Räuber-Bande

Urlaubserlebnisse

Besonders herrlich war, als sich Marie, Merlin und Momo verkleideten. So wie sie es von einem Hörbuch kannten. Wir hatten großen Spaß!

Vertauschte Hüte wie bei Hotzenblotz!

Keine Bootsfahrt, dafür Kuchen

Auf der Peene wollten wir noch eine Bootsfahrt machen, was leider nicht möglich war, weil ein Defekt am Schiff vorlag. Sehr schade, vielleicht das nächste Mal. Sonia entdeckte Heidelbeer-Kuchen mit Pudding. Sehr lecker!

... so lecker ...

Die Mecklenburgerische Seenplatte bei Milow

Seit anbeginn unserer Reise wollten Sonia und Thomas an die Mecklenburgerische Seenplatte, von der alle Welt so schwärmt. Da wir jetzt bereits in der Nähe waren, fuhren wir nach Mirow. Zum Biberhof, also mitten in die Seenplatten.

Dort erreichte uns dann eine sehr frohe Nachricht. Marie, Merlins und Momos kleine Cousine (Christoph und Carolines Tochter) Valentine erblickte am 19. August das Licht der Welt. Wir freuten uns alle sehr. Nun ist auch Sonias kleiner Bruder Vater geworden!

In Mirow lernten wir sehr nette Mitcamper kennen. Wir machten gemeinsam Lagerfeuer, entdeckten die Seenplatte und erhielten unerwartet Nachricht von einer guten Freundin, Sarah, die gar nicht weit entfernt in einer Gemeinschaft wohnte.

Morgenstimmung

Spontaner Besuch im Mühlhof

Sie erfuhr aus unserem Reisebegleiter-Brief Nr. 18  von unserem aktuellen Aufenthalt und schrieb uns gleich eine Nachricht. Sonia und ich freuten uns sehr über Sarahs Nachricht, zumal wir gar nicht so weit weg von ihrer neuen Heimat standen. Spontan und kurzfristig besuchten wir sie.

Sarah lebt in einer kleinen Gemeinschaft bei Prenzlau. Ein wundervolles Stück Land, ganz am Ende der Straße, sehr nette, sympathische Mitbewohner und ganz viel Freiheit für alle.

Lust auf mehr

Der Nachmittag war nicht nur für uns Erwachsene viel zu kurz, sondern ebenfalls für Soraya (Sarahs Tochter) und unsere Kinder. So fragten wir bei der Gemeinschaft an, ob wir mit dem Wohnwagen zu ihnen kommen könnten. Und Frida, Sarah und Christian entschieden spontan: JA.

Das schwarze Brett am Eingang

Ein kleiner Umzug

So kam es, dass wir drei Tage später von Mirow nach Prenzlau umzogen. Wir bekamen einen herrlichen Stellplatz hinten auf der Wiese. Dort, wo sich Hase und Igel gute Nacht sagen.

Für die Kinder war es hier wie im Paradies. Meist spielten sie mit Soraya im großen Garten, oder noch zusätzlich mit Dori und Evi (zwei weitere Kinder der Gemeinschaft). Als dann noch Sarahs Mutter zu Besuch kam, war die Freude noch größer. Die Kinder schlossen sie gleich ins Herz. Oder das Lagerfeuer mit Stockbrot, einfach herrlich.

Alle sind alleine auf das Tor geklettert. Selbst Momo!

Aus ein mach drei

Aus einer Woche wurden dann drei Wochen und diese waren gefüllt mit Ausflügen nach Templin und an Badeseen. Templin hat uns besonders gut gefallen. Besonders der Second-Hand-Laden. Sonia hat Röddelin, ein Nachbardorf ins Herz geschlossen. Leider hat es dort trotz mehrerer Objekte, die wir angeschaut haben, nicht gefunkt. Es gab ein herrliches Objekt in Arnimswalde, jedoch war deren Preisvorstellung aus unserer Sicht zu hoch.

Die besten Flammkuchen in Deutschland

Wir besuchten ebenfalls das Cafe in Friedenfelde und aßen dort die leckersten Flammkuchen. Aus Dinkelvollkornmehl. Wir aßen so viel, bis die Küche zumachte 🙂 Die waren soooo lecker! Oder gingen mit Sarah an einen See baden.

Einfach herrlich!

Auf nach Ueckermuende

Was uns überraschte, dass es dort weit und breit keinen DM (drogeriemarkt) gab. So fuhren wir über 1 Stunde für neue Windeln – nach Ueckermünde. Gemeinsam mit Sarah und Soraya erlebten wir einen herrlichen Tag. Thomas bereute dann jedoch, dass er mit in den Zoo ging – er nennt es Tiergefängnis. Und glücklich sahen die meisten Tiere nicht aus. Besonders die Löwen wirkten sehr unglücklich.

Schneller, schneller!!!

Buntes Programm

Kris aus der Gemeinschaft kochte sehr lecker. Sein selbstgemachtes Seitan war der Hammer. Es roch meist bereits sehr gut, wenn man das Haus betrat.

Die freie Schule in Prenzlau gefiel uns ebenfalls sehr gut. So meldeten wir unsere Kinder für diese Schule an. Jedoch hat bisher nur Momo eine wirkliche Chance auf Zulassung, alle anderen sind auf der Warteliste. Näher kennenlernen durften wir diese Schule an einem Sushi-Kurs, der von der Japanerin Aiko gegeben wurde. Einfach schön!

Kurz vor unserem Abschied wollten wir Janet aus Berlin besuchen und freuten uns auf das Wiedersehen mit ihr und die Zeit in Berlin. Leider stürmte es bei uns an diesem Tag, so dass wir in Prenzlau blieben. Später erfuhren wir von Janet, dass in Berlin schönstes Wetter war …

Die Mühlhof-Bande

Ab in den Norden

Das nächste Mal nehmen wir euch mit in den hohen Norden. Und dort passiert etwas besonders – was unsere Heldenreise für immer verändern wird, doch dazu das nächste Mal mehr!

Sonias Zwischenfazit

Viele nette Menschen lernten wir wieder kennen! In dieser Zeit hat mich aber vor allem unser Aufenthalt in Mühlhof geprägt. Es war eine tolle Zeit! Die inspirierenden Gespräche mit Sarah haben mich sehr erfüllt. Dabei wurde mir zum einen deutlich, dass eine feste Beszugsperson außerhalb der Familie sehr wichtig für mich ist.

Zum anderen aber auch, dass Gemeinschaft nichts für mich ist. Dafür genieße ich es zu sehr meinen Weg auf meine Art zu gehen ohne jemanden außer meiner Familie Rechenschaft schuldig zu sein. Es war auch toll zu sehen, wie unsere Kinder untereinander spielten. Zum Teil waren sie stundenlang gemeinsam unterwegs und gingen im Spiel auf!

Besonders schön war die Nachricht der Geburt meiner kleinen Nichte. Es war für mich sehr berührend zu sehen, wie mein kleiner Bruder durch ihr Kommen aufblühte. Seine Tochter scheint jetzt schon viel in ihm verändert zu haben…

Thomas' Zwischenfazit

Auf Campingplätzen zu stehen ist angenehm. Kein täglicher Ortswechsel, Toilette, Dusche, Strom alles wie selbstverständlich. Ein Ort, um den Geist und die Seele baumeln zu lassen. In diesem Sinne war es für mich Urlaub in Loissin, in Mirow und auch im Mühlhof.

Das Meer übt auf mich eine besondere Anziehung auf. Ich könnte stundenlang in die Wellen schauen – wie die Wellen kommen Gedanken und gehen wieder. Einfach am Strand liegen und sein, sehr schön.

Die Gemeinschaft im Mühlhof erlebte ich mit Hochs und Tiefs. Der Gedanke an Gemeinschaft treibt mich seit Jahren um. Doch je mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr erkenne ich, dass es nichts für mich ist. Lieber an einer Gemeinschaft dran oder in einer guten Nachbarschaft. Da wären wir wieder bei unserem Lebens-Dorf!

Eines hat mir die Gemeinschaft jedoch deutlich gezeigt. Ich bin immer mehr bereit meinen eigenen Weg zu gehen. Kris (der Koch) trug dort einen langen Rock und das brachte mich zum Nachdenken. Und so habe ich mit Sonia gemeinsam einen Rock gekauft und finde ihn richtig gut. Ich möchte tragen, was ich möchte, unabhängig davon, was aktuell in unserer Kultur „vorgeschrieben“ wird. Es sieht ungewohnt aus – doch es fühlt sich richtig an.

Ein herrliches Lebensmotto.

Stellplätze dieser Etappe

Gemeinschaft Mühlhof



Im Strom 13, Prenzlau


Biber Ferienhof

https://www.biberferienhof.de/
Diemitzer Schleuse 5, Diemitz 17252 Mirow, Deutschland

Karte der besuchten Orte und Menschen

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Ihr habt recht, möglichst selbständig nebeneinander zu wohnen und nicht unbedingt voneinander abhängig zu sein, das ist besser: So eine lockere Dorfgemeinschaft genieße ich gerade hier, wo wir wohnen und das gefällt mir. Merle macht gerade die dritte kurze Ausbildung (5BN, Liebscher&Bracht, Franklin-Methode). Ansonsten hat sich bei uns noch nichts geändert.
    Erdmute

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