Mienbach – ein Hof voller Inspirationen

Als wir unser erstes Ziel erreichten, blieben Sonia und die Kinder vorerst im Auto. Thomas suchte unsere Gastgeber. Leider erfolglos. Bereits am Telefon sagte Frau Laimer, dass ihr Hofladen an dem Tag geschlossen sei und wir doch anrufen sollten, wenn wir da seien. Leider war die Verbindung schlecht, so dass wir vorerst niemanden erreichten. Der Wohnwagenplatz war allerdings schnell gefunden. So fuhren wir schon mal den Hügel hoch. Beim Rangieren dozte Thomas mit Emma an einem Container an. Oh, wie ärgerlich. Es ist zwar nur ein kleiner Riss am Heck, doch Thomas nimmt sich so was immer sehr zu Herzen. Eine weitere Lernerfahrung auf unserer Reise. Rückwärtsfahren nur mit unterstützendem Blick von Sonia! Nach dem Vorfall richtete Thomas Emma aus. Währenddessen spielten die Kinder mit den umherliegenden Stein-, Sand und Holzhügeln. Ein wahres Paradies für sie! Ein kleines Abenteuerland – das Lager eines Garten- und Landschafftsbaubetriebes.
Abenteuerspielplatz

Der erste Kontakt

Ein zweiter Anruf war erfolgreich und so lernten wir kurz darauf Claudia Laimer kennen, Besitzerin unseres neuen Zuhauses. Sie machte auf uns sogleich einen sehr warmen und herzlichen Eindruck. Während Thomas sich noch um unseren Wohnwagen kümmerte, zeigte Claudia Sonia, Marie, Merlin und Momo schon mal die Toiletten und Duschen sowie den Wasseranschluss. Alles wichtige Dinge für uns!

Toilette und Dusche lagen unter dem Seminarraum. Hier finden zahlreiche Seminare rund um das Selbstversorgertum . Permakultur, Erdkeller etc. statt. Ihren Hofladen durften wir sehen und sogar zu jeder Tages- und Nachtzeit aufsuchen. Er sei immer offen und wir bräuchten nur die mitgenommen Dinge aufzuschreiben und vor unserer Abreise zu zahlen. Wir staunten über das Vertrauen, das hier herrschte!

Drei kleine Kätzchen für Marie und Merlin

Etwas weiter, auf der Rückseite des Gebäudes, fanden wir mehrere Katzenfamilien. Drei kleine Kätzchen kamen sogleich auf wackligen Beinchen auf uns zu. Einfach zu süß. Für sie schien der Hof ein wahres Paradies zu sein. Sie spielten mit Steinchen, Bäumen, Sträucher, Walnüssen, leeren Eimern, Blättern, Gräsern und noch vielem mehr.

Anschließend zeigte Claudia uns einen Schleichweg zu unserem Wohnwagenplatz. Unterwegs erklärte sie uns, wo ihre Nutztiere (seltene Hasen-, Schweine-, Hühner- und Entenarten) leben und wo der Permakulturgarten angelegt war. Kurz vor unserem Stellplatz kamen wir an einer großen Wiese vorbei, auf der drei kleine Holzhäuschen gebaut waren. Dort können Kursteilnehmer im Sommer sogar übernachten. Es wirkte kuschelig und einladend! Alles in allem umgab uns ein großes Gelände, dass liebevoll genutzt wurde.

Ein überraschender Besuch

Nachdem wir uns von Claudia verabschiedet hatten und Thomas Emma wohnklar gemacht hatte, richtete Sonia im Inneren die Sachen. Plötzlich klopfte es an der Tür und Claudia fragte uns, ob wir Wäsche zu waschen hätten. Sie könne sie gleich mitnehmen und uns danach wieder hoch bringen. Wir waren sprachlos und nahmen das Angebot voller Dankbarkeit an.

Die nächsten Tage auf dem Mienbacher Hof waren von unserer Umgebung geprägt: Die Kinder freuten sich immer wieder darauf, mit den Kätzchen, den Steinen, den Blättern und den Hölzern zu spielen. Wir lernten Hanne und ihren Mann Anton kennen, die zahlreiche Kurse halten und sich um den Garten und die Nutztiere kümmern. Die Begegnung war ebenfalls herzlich und offen. Und so fühlten wir uns sehr willkommen!

Wundervolle Momente und Begegnungen

Auf dem Mienbacher Hof blieben wir eine ganze Woche. So sehr gefiel es uns dort! Viele wunderbare Momente durften wir dort erleben:

Beispielsweise führte uns Hanne eines Tages zu den Tieren. Marie durfte einen Hasen streicheln, kleine Hasenbabys bestaunen. Wir lernten eine Familie Wollschweine kennen: Papa, Mama und ihre drei Kinder. Dabei erfuhren wir, dass es heutzutage eine Seltenheit ist, dass die Eber bei der Brut weilen dürfen. Meistens seien sie eine Bedrohung für sie und würden nur zur Deckung zum Weibchen gelassen. Bei den Wollschweinen sei das anders, weil das eine der ursprünglichen Schweinearten sei. Da hilft das Männchen aktiv bei der Kindererziehung mit!

Bei den Enten durften wir einiges dazulernen. Unsere vielgezüchtete Pekingente und andere hochgezüchteten Entenarten brüten gar nicht mehr. Der Instinkt sei ihnen abhanden gekommen. Nur die ursprünglichen Arten trügen diesen Wunsch in sich! Wie unfassbar!

Bei den Hühnern gab es eine Krankenstation, auf der zwei Patienten weilten. Ein Huhn, mit einem weit gespreizten Fuß und ein anderes Huhn. Den Hahn, den wir etwas weiter bestaunten war prächtig. Buntes, dichtes Gefieder zierte ihn am ganzen Körper, sogar an den Füßen!
Die Tiere scheinen es in der Nutztier Arche gut zu haben. Es ist eine wahre Wohltat, so etwas heutzutage noch sehen zu können!

Weitere lehrreiche und inspirierende Augenblicke waren die Interviews, die Thomas mit Claudia, Hanne und Anton führte! Wir sind dankbar, dass diese außergewöhnlichen Menschen, uns das erlaubt haben. Außergewöhnlich deswegen, weil sie alle drei Dinge tun, die ihnen aus ganzem Herzen wichtig und sinnvoll erscheinen, egal was ihre Umgebung dazu sagt! Richtige Alltags-Helden eben!

Eines Morgens lernten wir Fritz, Claudias Mann kennen. Ebenfalls sehr sympathisch unterhielten wir uns eine Weile über Kinder.

Ein herzerwärmender Augenblick war, als Claudia eines Morgens vor unserer Tür stand und uns fünf leckere Brezeln frisch vom Bäcker zum Frühstück schenkte! Ein zauberhafter Start in den Tag, bei so einer Gastfreundschaft!
Und so freuten wir uns sehr, als Claudia uns am Tag unserer Abreise in unseren Wohnwagen besuchte und einen Abschiedsapfelcrumble mit uns aß.

Von Herzen Danke Claudia, Hanne, Anton und Fritz, dass wir euch kennenlernen durften und ihr uns voller Wärme einen Einblick in euer Heim und euren Alltag gewährt habt! Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen, wer weiß, vielleicht zu einem Kurs im nächsten Jahr.

 

Flossmannshof – Ausgangspunkt von Ausflügen

Die drei nächsten Nächte verbrachten wir in Salzweg am Flossmannshof. Gastgeberin dort war Renate Flossmann. Nach unserer Ankunft bestaunten wir zunächst unsere Umgebung, die auf einem Plateau mit einer weiten Sicht, lag. Direkte Nachbarn von uns waren die schönsten Schafe, die wir je gesehen hatten: mit großen schwarzen, netten Augen und einem wolligen Köpfchen und Körper.

Von Salzweg aus unternahmen wir einige Ausflüge. So lernten wir Passau kennen. Eine herrliche Stadt, die uns durch ihre Lage am Wasser und die Waldhügel an Heidelberg erinnerte. Wir bummelten zunächst durch die Altstadt. Gegen Mittag kehrten wir in ein von Slowfood ausgezeichnetes Restaurant ein. Das Essen war in Ordnung, aber für eine Auszeichnung doch nicht ausreichend. Anschließend gingen wir zum Fluss runter und landeten zur Freude der Kinder auf einen vielfältig angelegten Spielplatz.

Viele liebevolle Details

Renate und der leckerste Biobäcker in Passau

Merlin gefiel es so gut, dass er zwei Tage später gleich wieder hinwollte. Glücklicherweise wollten wir sowieso eine Bekannte von Thomas in Passau treffen: Renate, die uns netterweise zum leckeren Frühstück bei ihrem bevorzugten Biobäcker in die Altstadt eingeladen hatte. Vielen Dank nochmal Renate! Nicht zuletzt auch dafür, dass du uns später noch dein Zuhause gezeigt hast. Die Kinder hatten große Freude beim Herumtollen auf deiner riesengroßen Terrasse! Es war für Thomas eine große Freude, dich wiederzusehen.

Sonia war fasziniert von deiner Lebensgeschichte und sehr dankbar dich kennengelernt zu haben: Renate war über 30 Jahre lang Weltenbummlerin und lebte aus dem Koffer. Als solche besuchte sie zahlreiche Länder und diverse Kulturen. Aktuell schreibt sie Kinderbücher und ein Krimi. Wir können kaum erwarten sie zu lesen! Derzeit ist sie in Passau ansässig. Vermutlich aber durchaus nicht ihre letzte Station im Leben!

Eine spontane Einladung zu Kaffee und Kuchen

Zwischen drin schauten wir uns in der Nähe einen weiteren Hof mit Hofladen an: den Hundswinklerhof. Betrieben wird er aktuell von dem Jüngsten einer insgesamt 10 köpfige Familie: Rupert Weidinger. Die Mutter, Anneliese Weidinger, lernten wir im kleinen Hofladen kennen. Sehr herzlich empfing sie uns und vor allem die Kinder. Man konnte sehen, wie kinderlieb sie war. Mutter von acht Kindern! Respekt! Ihr jüngstes Kind, Rupert, hatte uns willkommen geheißen.

Später lud er uns sogar spontan zu sich nach Hause ein. So lernten wir seine Frau Lisa Weidinger, seine Tochter und seine beiden Schwiegereltern, die zu Besuch waren, kennen. Gemeinsam plauderten wir bei einem leckeren Apfelkuchen und Kaffee. Der Hundswinklerhof mit seinen Einwohnern war uns so sympathisch, dass wir beschlossen, dort mal mit Emma vorbeizuschauen.

Früh, am Sonntagmorgen, verabschiedeten wir uns von Frau Flossmann und fuhren zum Hundswinklerhof. Als wir den Flossmannshof verließen, dozte Sonia beim Anfahren von Anton an Emma an die Deichsel von Emma an. Thomas stand daneben und ärgerte sich. Innerhalb von so wenigen Tagen das zweite Missgeschick. Zum Glück nur ein kleiner Schaden an der Hecktüre.

 

Hundswinklerhof – zu Gast bei einer wundervollen Familie!

Am Hundswinklerhof angekommen, machten wir Emma wieder wohnklar. Netterweise bot uns Familie Weidinger an, ihre Waschmaschine im Keller zu nutzen, so dass Sonia gleich mal die angestaute Wäsche wusch. Später durften wir ihre warme Dusche und Toilette im angrenzenden Ferienappartement nutzen. Ein großer Luxus. Alles beheizt und Komfortabel … Bei der Kälte, ein großes Geschenk!

In der Donauvilla Jochenstein

Der Vormittag war durch den Unfall voller Spannungen. So sehr, dass wir kurz davor standen den später geplanten Besuch an einer Donauvilla abzusagen. Zum Glück taten wir es nicht! Denn wir lernten dort Hannah, Tristan und ihre drei Kinder kennen. Witzigerweise hatten wir in kurzer Zeit zwei Hinweise zu ihnen und ihrer angehenden Gemeinschaft erhalten. Einmal beim Bummeln durch Passau, auf einem Aushang an einer Laternensäule. Und ein anderes mal durch einen Tipp von Jacqueline, einer Freundin aus Heidelberg.

Ihr Heim liegt direkt an der Donau, in Jochenstein. Mit einer großen Wohnfläche und einem dazugehörigen Garten. Tristans Mutter, Zuzana (eine Bekanntheit in der Qigong-Welt) hat dieses Anwesen gekauft. Gemeinsam mit ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter wird ein Mehrgenerationenprojekt entstehen. Jochen führte uns ein wenig durch das Gelände. Später luden sie uns zu sich ein. So saßen wir Nüsse knackend auf ihrem Fußboden vor dem Holzofenfeuer und plauderten über ihr und unser Leben.

Eine wunderbare Begegnung! Obgleich wir uns dort nicht sesshaft werden sahen, waren wir voll tiefem Respekt vor unseren Gastgebern, die nicht nur über ihre Visionen redeten, sondern eifrig dabei waren, sie zu realisieren! Wirklich bewundernswert! Vielen Dank, Hannah und Tristan, dass wir so spontan zu euch kommen durften und ihr uns so herzlich empfangen habt! Wir wünschen euch für euer Projekt, weiterhin alles Gute!

Die 88-jährige Mutter von 8 Kindern

Abends fuhren wir wieder zum Hundswinklerhof zurück. Ganze drei Tage blieben wir dort. In dieser Zeit durften wir in die gute Stube der 88-jährigen Mutter von Rupert Weidinger. Während die Kinder mit Spielzeug aus einer Spielzeugkiste spielten, erzählte sie uns Anekdoten aus ihrem Leben. Wir hätten noch länger zuhören wollen, doch die Kinder drängten ins Bett. Es wurde schnell klar, dass diese Frau viel in ihrem Leben erfahren hatte.

Sie schenkte uns zum Abschied sogar ihr selbst geschriebenes Buch: „Als Mutter einer zehnköpfigen Familie“. Ein liebevoll geschriebenes Buch über wahre Begebenheiten aus dem Leben ihrer acht Kinder. Vielen Dank an Sie, Anneliese Weidinger, dass sie uns ein Einblick in ihr spannendes Leben gewährten und dass Sie uns ihre Zeit schenkten! Wir werden Sie in Erinnerung behalten!

So wahr!

Des Weiteren durften wir den zum Hof gehörenden Spielplatz nutzen. Ein großer Spaß für die Kinder. Für dem Swimmingpool war es zwar zu kalt, doch wer weiß, vielleicht kommen wir wieder. Und so vergingen die drei Tage dort wie im Fluge.

Rupert und Lisa, ein großes Danke, dass wir bei euch aus ganzem Herzen willkommen geheißen wurden. Es ist immer wieder eine große Freude und Bereicherung, derart Herzensmenschen wie ihr es seid, kennenzulernen!

 

Weitere Wochen vergangen: Sonias Zwischenfazit

So langsam gewöhne ich mich an das Wohnwagenleben. Das heißt, ich identifiziere mich in abnehmenden Maße mit dem Menschen, der vor Kurzen noch in einer Mietwohnung gelebt hat und nun das große Abenteuer Wohnwagen erlebt. Stattdessen viel mehr mit dem Menschen, der einfach im Wohnwagen wohnt. Als ob es unser Stadtleben vorher gar nicht gegeben hat. Die Heidelberger Mietwohnung rückt immer weiter in die Ferne.

Ich merke es daran, dass die abendlichen Toilettengänge durch Nacht und Kälte mit Taschenlampe zur Normalität werden. Dass das Ein- und Ausladen unseres Zuhauses einfach dazugehört. Dass Duschen und Waschmaschinen eine Seltenheit und somit ein großer Luxus sind. Dass der Alltag auf so engem Raume zur Normalität wird. Es ist recht erstaunlich, wie schnell wir Menschen uns an ungewöhnliche Lebensverhältnisse anpassen können!

Auf der anderen Seite ertappen ich mich dabei, wie ich mein Mandalabildchen mit schneebedeckten kleinen Häuschen voller Sehnsucht anmale. Wenn es draußen weihnachtlich wird, laufe ich besonders gerne durch Straßen und schaue in kleine Häuser hinein, die hell erleuchtet und dekoriert am Straßenrand stehen. Von daher ist ein behagliches Heim sicherlich auch ein Wunsch.

Außerdem versuche ich jeden Tag aufs Neue, den Tag in seiner Vielfalt zu genießen. Nicht zu hetzen, nicht vom Kopf her alles Steuern zu wollen. Sondern mich vielmehr auf die Einzelheiten einzulassen. Eine große Herausforderung für mich! Aber eine wahre Wohltat, wenn es mir gelingt. Ich war mir gar nicht bewusst, wie sehr ich mich bisher in meinem Leben getrieben gefühlt habe. Wie wenn ich innerlich permanent auf der Überholspur gelebt hätte. Unfassbar, wie schwer es mir fällt, auf die Bremse zu drücken. Dabei dachte ich, dass ich eher zu den Menschen gehören würde, die langsam durch das Leben schreiten. Weit gefehlt!!!

Ich empfinde es derzeit als großes Geschenk, dass wir fünf den Tag gemeinsam erleben. Auch wenn es immer wieder Höhen und Tiefen gibt… Es fühlt sich richtig an, dass wir diese Ausfahrt in ein neues Leben gewählt haben. Sicherlich ist es nur der erste Schritt auf unserem ganz persönlichen langen Weg. Aber der entscheidende. Ich freue mich über das Geschenk, es erleben zu dürfen!

 

Das Zwischenfazit von Thomas

Die Welt da draußen kommt mir immer fremder vor. Voller Geschäftigkeit und Getriebenheit. Wenig Ruhe, wenig Innehalten. Die Menschen scheinen dauernd unterwegs zu sein, sie verweilen nicht mehr.

Gleichzeitig die vielen wunderbaren Begegnungen, bei denen die Menschen sich Zeit nehmen. Ohne es geplant zu haben, einfach so. Unendliche Geschenke, die ich Dankbar und voller Freude aufnehme.

Es drängt sich die Frage auf, wie schaffen wir es, unser Leben weiter zu gestalten, ohne in diesen Wahnsinn da draußen wieder einzusteigen. Wahnsinn, weil dieses Leben von den zentralen Dingen im Leben wegführt: Liebe, Familie, Leben im eigenen Rhythmus.

Die Unfälle zehren stark an mir. Jeder Unfall ist – verständlicherweise – unnötig und vermeidbar. Und gleichzeitig sind es Zeichen dafür, dass wir Dinge tun, die wir noch nie getan haben. Wir fallen hin. Wir ärgern uns. Wir stehen auf.

Für das Wasser im Wohnwagen bin ich zuständig. Und wenn der Wasserhahn zu weit weg ist, dann laufe ich mit meinem 15 Liter Kanister vier bis fünf Mal hin und her. Mit Auf- und Abbau der Filter bin ich so über eine Stunde unterwegs. Ich erfahre den Wert von Wasser ganz neu!

So langsam, ganz langsam finden wir unseren Rhythmus. Der Winter hilft dabei. Früh dunkel, lange dunkel. Die Welt da draußen scheint dann im Wohnwagen still zu stehen, hier herrscht eine eigene Zeit.

Und ich bin dankbar für all die Menschen aus unserer alten Heimat, die mit uns im Kontakt sind. Die uns aus der Ferne unterstützen, durch Hinweise, Empfehlungen oder Worte des an uns Denkens.

Diese Tage las ich folgendes:

Von oben her gesehen
sieht vieles anders aus.
Alles hat seine Ordnung,
was unten verworren erscheint.

Von oben her gesehen
hast du Abstand.
Das Durcheinander der Stunden
verwirrt nicht mehr.

Von oben her gesehen
führen auch die gewundenen Wege
zu dem Ort,
für den sie da sind.

Und du betest darum,
dein Leben
auch von oben her
sehen zu können.

Ernst-Peter Weldin, * 1940 – † 2014

Stellplätze dieser Etappe

Hundswinkler Hof

http://www.hundswinkler-hof.de
Hundswinkl 1, Salzweg 94121, Deutschland

Flossmann-Hof

http://www.kinderhof-wunderland.de
Eggersdorf 1a, 94121 Salzweg, Deutschland

Karte der besuchten Orte und Menschen

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Liebe Familie Rehehäuser,
    und schon wieder ist ein ReisebegleiterBrief gekommen. Ich bin ja ganz überwältigt von eurem Raketenstart mit kleinen Hindernissen. In welch einem Luxus man/frau lebt, wird erst erkannt, wenn das alles weg fällt.
    Kein Wasserhahn aus dem das Wasser kommt. Abfall kann nicht sofort entsorgt werden und viele kleine Kleinigkeiten, die man einfach so hin nimmt, ohne darüber nachzudenken. Obwohl ihr ja in einem LuxusWohnwagen lebt, ist, war das bestimmt trotzdem noch eine große Umstellung.
    Was mich total begeistert, sind die vielen Initiativen von Menschen, die sich dem Leben zuwenden – von denen ich und auch bestimmt viele andere Menschen gar keine Ahnung haben.
    Bei mir geht das Leben Auf und Ab – manchmal ist es sehr anstrengend – dann aber auch wieder sehr schön – ich geniesse die Herbstfarben – das Treffen mit Freunden und neuen Bekannten.
    Meine Arbeit macht mir zur Zeit viel Freude – es kommen sehr viele neue Menschen mit interessanten Geschichten.
    Ich hoffe, noch viel von euch zu hören – seid liebevoll umarmt – Henriette

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