Wir nehmen euch mit von der Schweiz, in den Schwarzwald, ins Markgräfler Land bis zum Bodensee und auf die Schwäbische Alb. Viele Stationen für eine Reise und intensive innere Prozesse begleiten uns.

Wer die Heimat verlässt, lernt sie lieben

Im Nachhinein hatte uns unser Aufenthalt bei unseren Schweizer-Nachbarn zwar außerordentlich gut gefallen. Wir hatten dennoch für uns festgestellt, dass wir uns in Deutschland einfach viel mehr daheim fühlen. Sei es in Österreich oder in der Schweiz: wenn wir den Mund öffnen und sprechen, sind wir einfach sofort als Ausländer erkennbar. So beschlossen wir nach dieser Erkenntnis verstärkt nach interessanten Stellen in Deutschland Ausschau zu halten.

Auf der Schwäbischen Alb hatte Thomas die Ferienanlage Hofgut Hopfenburg ausfindig gemacht, einen Campingplatz der etwas anderen Art. Doch dazu später. Um allerdings von der Schweiz dorthin zu gelangen, brauchten wir ein paar Zwischenstopps auf Höfen, um nicht zu lange unterwegs zu sein.

Bärenhof im Schwarzwald

So war unser erster Zwischenstopp der Bärenhof in Dachsberg-Wilfingen. Die Fahrt dorthin durch den Schwarzwald war wunderschön! Es erinnerte uns ein weiteres Mal daran, was für einzigartige Plätze Deutschland bietet! Der Hof lag auf einem Berg. Dort wurden wir von Frau Bär willkommen geheißen, die uns unseren ruhig gelegenen Stellplatz zeigte.

An dem Abend schauten wir gemeinsam den Film „Weit – eine Reise um die Welt“ an, der uns empfohlen wurde (siehe Reisebegleiter-Brief Nr. 5). Wir waren sehr angetan von der Geschichte dieses Freiburger Paares, das so weit in den Osten ziehen wollte, das sie am Ende im Westen wieder rauskommen würden. Für uns war die Grundbotschaft dieses Filmes: Habe vertrauen ins Leben! Und glaube nicht alles, was die Medien dir über Länder berichten! Sie hatten tatsächlich die Erfahrung gemacht, dass sie gerade im Osten, aber auch in vielen anderen Ländern sehr nette Menschen begegnen durften!

Als wir am nächsten Tag aufwachten, schneite es ganz feine Schneeflocken. Da wir keine Winterreifen hatten, beschlossen wir schnell unsere Sachen zu packen und weiter zu fahren.

Aus der Schweiz zurück

Grethermühle in Maulburg

Nächster Zwischenstopp war die Grethermühle in Maulburg. Die Besitzer waren ausgesprochen freundlich und zeigten uns sogleich, wo wir uns hinstellen durften. Da wir etwas überstürzt vom Bärenhof gefahren waren, hatten wir nichts für das Mittagessen vorbereiten können. Netterweise konnten wir ein Bauernbrot vom Hof kaufen, das am Vortag frisch gebacken worden war. Danach spielten die Kinder auf dem Spielplatz des Hofes. Auch in der Grethermühle verbrachten wir nur eine Nacht und zogen am nächsten Tag nach dem Mittagessen weiter.

Den Aufenthalt nutzten wir, um Silvia, eine Freundin von Thomas zu besuchen. Sie kennen sich von der Huichungong Ausbildung bei Frau Wang Li. Sie hat ein herrliches Stroh-Lehm-Holz-Haus im Markgräfler Land. Wie immer war der Empfang sehr herzlich. Eine Apfelweihe (ohne Zucker) war bereits im Ofen und die Kinder durften das Haus auf den Kopf stellen (was sie zum Glück nicht taten).

Hier konnten wir unseren Vorrat an Reis wieder aufstocken, den Silvia freundlicher Weise für uns in Empfang genommen hat. Wie beim letzten Mal war die Zeit zu kurz und so schön. Eine außergewöhnliche Frau, die privat wie beruflich ihren Weg geht. Schön, Dich zu kennen!

Zwei Schaukeln für Marie und Merlin

Über Sinn und Unsinn am Obsthof Knoll

Nächster Stopp war der Obsthof Knoll. Am Telefon klang Herr Knoll sehr freundlich, so dass wir uns freuten dorthin zu fahren. Der Hof wirkte auch sehr einladend. Er lag abseits an Feldern und war mit einem Spielplatz, Dusche, Toilette und Hofladen ausgestattet. Es gab für Kinder verschiedene Fahrzeuge und viel Platz für Entdeckertouren.

Da wir nicht weit entfernt von Marion, Thomas großer Schwester, standen, beschlossen wir ihr und ihrem Mann Helmut spontan einen Besuch abzustatten. Wir freuten uns sehr, die beiden nach langer Zeit wiederzusehen. Dort konnten die Kinder sogar ein Bad nehmen, was sie vor Freude jauchzen ließ! Wir wuschen Wäsche, unterhielten uns und aßen allerlei Leckeres zu Abend. Vielen Dank, Marion und Helmut, dass wir so kurzfristig zu euch kommen konnten! Wir freuen uns schon, auf unseren nächsten Besuch bei euch!

Am nächsten Tag überlegten wir noch eine Nacht länger auf dem Hof zu bleiben, entschieden uns aber doch dagegen. Jede weitere Nacht dort hätte uns 25 € gekostet, was uns für einen Zwischenstopp doch zu viel war. So packten wir unsere Sachen. Bevor wir uns noch von Herrn Knoll verabschieden konnten, kam er auf uns zu. Er hatte gesehen, dass wir den Stellplatz räumten und schien enttäuscht zu sein, dass wir nicht länger blieben.

Er war der erste, der uns nach unserer Mitgliedsnummer bei Landvergnügen fragte, der einen Meldebogen ausgefüllt haben wollte, mit Name, Adresse, Telefonnummer und Mail. Er wollte wissen, warum wir nicht noch in den Hofladen vorbeischauten und gab Thomas zu verstehen, dass wir den Sinn von Landvergnügen nicht verstanden hätten. Die Höfe würden schließlich davon leben, dass wir bei ihnen einkauften.

Spannenderweise war er der einzige, bei dem wir nicht den Bedarf verspürt hatten, im Hofladen vorbeizuschauen, da wir alles an Vorräte hatten. Auch in den sogenannten Goldenen Regeln von Landvergnügen wird erwähnt, dass es freundlich ist, im Laden vorbeizuschauen, aber keine Pflicht dazu besteht.

Dennoch hinterließ diese ganze Unterredung einen schalen Geschmack in unseren Mündern. Wir bedauerten sehr, dass wir nun auf diese Weise auseinander gingen. Dabei stellte Sonia ein weiteres Mal für sich fest, wie schwer ihr solche Misstöne im Zwischenmenschlichen fallen. Sie konnte nur bewundern, dass Thomas in der Lage war, sich solche Unterhaltungen nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen! Angenehm ist dennoch anders!

Spielzeug findet sich überall!

Freundliches Willkommen bei Robert Schneider

Unser nächster und letzter Zwischenstopp war auf dem Hof von Familie Schneider in Moosburg. Nach dem nicht so erfreulichen Abschied zuvor, genossen wir ganz besonders die Freundlichkeit, die uns auf dem Hof entgegen gebracht wurde. Wir parkten direkt neben einem Spielplatz. Marie, Merlin und Momo freuten sich sehr, ein wenig mit dem Spielhäuschen, den Schaukeln und der Rutsche zu spielen.

Außerdem durften wir einen Blick in den Hühnerstall werfen, indem die Hühner nach Bioland Richtlinien gehalten wurden. Ca. 2.500 Hühner (zählen war nicht möglich) gackerten laut, als die Türen geöffnet wurden. Ein unglaublicher Lärm! Obwohl die Tiere im Vergleich zu nicht Biohühnern vermutlich viel mehr Platz hatten, kam uns ihr Gehege dennoch sehr eng vor. Zum Glück gab es eine große Wiese außerhalb des Stalls für die Tiere, auf der sie sein konnten. Das sind die Momente, in denen Sonia sich doch am Liebsten wieder vegan ernähren würde! Die Tiere haben wirklich all zu oft ein hartes Schicksal!

Thomas erfuhr von Herrn Schneider senior sehr viel zum Thema Schnapsbrennen und die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Gerne wäre er bei einem Vorgang mal dabei gewesen, aber wir hatten auf Freitag bereits in der Hopfenburg reserviert.

Direkt neben unseren Stellplatz – der Spielplatz

Hofgut Hopfenburg auf der Schwäbischen Alb

Am nächsten Tag fuhren wir dann endlich zu unserem Endziel: Die Ferienanlage Hofgut Hopfenburg in Münsingen! Wir kamen an einem Freitagnachmittag dort an und bestaunten erstmal die liebevoll angelegte Anlage dort. Es gab unterschiedlich hochgelegenen kleine Plateaus, die jede Ecke, zu etwas Besonderem machten. So gab es den Platz für die Jurten, den Platz für die Zirkuswägen, den Platz für Holzhäuschen, den Platz für ganz normale Campinggäste, einen Festsaal, einen kleinen Seminarraum, eine Spielscheune, kleine Grillhütten, Spielgelegenheiten für Kinder, einen Bereich für Nutztiere sowie die Sanitäranlagen (Waschmaschine, Trockner, Trockenraum, kleinen Spülbereich, kleine Küche inklusive).

Das Ganze war etwas erhöht auf der Schwäbischen Alb gelegen. Martin, ein Mann der hier in seinem Zirkuswagen sesshaft ist, zeigte uns netterweise unseren Platz und wir stellten Emma nach den ganzen Wechseln endlich mal wieder für längere Zeit ab. Die letzten Tage hatten uns gezeigt, dass der ständige Wechsel nichts für uns ist. Wenigstens zwei drei Tage irgendwo bleiben, ziehen wir dem vor. Eine weitere interessante Erkenntnis für uns! Und dann begann unsere wunderbare Zeit auf dem Hofgut!

 

In der Spielscheune

Am Tag darauf, Samstag, fuhren wir zum einzigen Bioladen in Münzingen. Dort lernten wir die Besitzer kennen, ein sehr nettes Paar. Seit Jahren führen sie diesen liebevoll eingerichteten Laden. Reich werden sie davon allerdings nicht. Toll, dass sie dennoch jeden Tag ihrer Tätigkeit nachgehen und sich somit für ökologischer und regionaler angebaute Produkte einsetzen!

 

Ein kleiner, feiner Weihnachtsmarkt

Am Sonntag gab es dann einen Weihnachtsmarkt in der Festscheune auf dem Hofgut, zudem wohl jedes Jahr viele aus Münsingen und Umgebung kommen. Einige Stände mit selbst gemachten bunten Dingen waren rund um den Saal zu finden: einen Stand mit gefilzten Dingen, einen Stand mit Schmuck, einen Stand mit Babykleidung, einen mit hübsch dekorierten Windlampen, um nur einige zu nennen. In der Mitte waren Tische aufgebaut, um die viele Menschen Platz genommen hatten. Sie ließen sich den leckeren Kuchen, die Waffeln und diverse Getränke schmecken, während sie sich angeregt unterhielten. Ein älterer Mann saß am Klavier und spielte Weihnachtslieder. Es war eine fröhliche, angeregte, weihnachtliche Stimmung!

 

Wir treffen andere Freilerner

Am Filzstand lernten wir dann Christiane kennen, die mit ihren beiden jugendlichen Söhnen gekommen war. Es stellte sich heraus, dass sie fünf Söhne hat (drei davon bereits erwachsen) und alle fünf als Freilerner aufgewachsen waren. Was für ein Geschenk: ohne, dass wir uns aktiv auf die Suche begeben hatten, waren wir auf diese Familie gestoßen. Noch dazu praktizieren sie das Freilernertum in aller Öffentlichkeit und das hier in Deutschland! Respekt! Netterweise wurden wir von der Familie zu sich nach Hause eingeladen. Was für eine wunderbare Gelegenheit nach ihren Erfahrungen zu fragen, die uns brennend interessierten.

Später erblickte Thomas einen Raum, der eigens für die Kinder zum Basteln bereitgestellt war. Dort bastelten Marie und Merlin wunderschöne Laternen mit Sternen, Monden, Weihnachtsmännern und Weihnachtsbäumen. Sie waren sehr stolz, als sie einen Tag später mit ihnen unseren Familienlaternenzug laufen durften!

Nach dem Laternenbastel gab es ein Laternenvideo auf Youtube

Der Tag mit Christiane und ihren Söhnen

Der Tag unserer Verabredung mit Christiane und ihren beiden Söhnen rückte näher. Pünktlich um zehn Uhr morgens standen wir vor ihrer Tür. Wir traten von dort in eine andere Welt.
Die beiden Söhne von Christiane waren die ganze Zeit unseres Besuches Teil des Gesprächs. Für einen 14 und 16 jährigem unserer Zeit ziemlich ungewöhnlich, wie wir fanden. Sie machten auf uns einen sehr herzlichen und freundlichen Eindruck.

Aufmerksam stellten sie Spielzeuge für Marie, Merlin und Momo zur Verfügung. Wenn eines der Kinder schrie, schauten sie ebenfalls danach. Sie halfen ihrer Mutter beim Essen zubereiten. Erklärten uns bereitwillig ihren Alltag. Vor uns standen wirklich selbstbewusste und dennoch respektvolle und freundliche Menschen, die offensichtlich nicht verlernt hatten, Dinge kritisch zu hinterfragen.

 

Freilernen ohne sich zu verstecken

Zu unserer Freude erzählte Christiane viel aus ihrem Leben und den Erfahrungen mit ihren fünf Kindern. Vor allem das Thema Bildung, Schule und Freilernen besprachen wir länger. Besonders interessant fanden wir, dass Christiane und ihre Kinder gut integriert sind und ihr Freilernen bekannt ist und akzeptiert wird.

 

Eine wunderbare Familie

Was uns ebenfalls sehr berührte war der familiäre Zusammenhalt und die Liebe, die zwischen ihnen zu sein schien. Sie halfen sich gegenseitig, Dinge zu erinnern. Kleine Gesten, wie ungefragt beim Äpfelschälen und Tischdecken zu helfen, machten deutlich, dass Hilfsbereitschaft für sie aus dem Herzen kam und nicht antrainiert war. Generell gab es in ihrem Zuhause eine Atmosphäre des Sein Lassen, der Ruhe und Entspanntheit. Wir waren beeindruckt davon, wie Christiane als alleinerziehende Mutter von fünf Söhnen, ihre Kinder zu derart Herzensmenschen begleitet hatte. Hut ab!

Dankbar waren wir auch für die vielen tollen Tipps, die wir von Christiane und ihren Söhnen bekamen. Hier in Kürze ein paar von ihnen:

Folge Deinem Herzen!

Ein weiteres eindrückliches Beispiel dafür, dass es möglich ist, seinem Herzen zu folgen, auch wenn von Außen betrachtet alles dagegen zu sein scheint: Gesetze, Gesellschaft, Nachbarschaft usw. Vielen Dank an Christiane und ihre Söhne für die Zeit und Erfahrungen, die ihr so bereitwillig mit uns geteilt habt!

 

Mit dem Fahrrad nach Laos

Hier auf dem Hofgut, lernten wir wenige Tage später Conny kennen, eine junge Ärztin, die sich regelmäßig eine Auszeit nimmt, um zu reisen. Die letzte Reise unternahm sie mit dem Fahrrad von Deutschland, über Türkei, Iran, Tadschikistan, China nach Laos. Am Anfang noch mit ihrem Freund, ab China dann alleine. Sie erzählte wie viele Radfahrer sie unterwegs getroffen hatten. Am Ende war es eine sich unterstützende WhatsApp-Gruppe mit über 150 Radfahrern, unterwegs auf der ganzen Welt.

Ingesamt war sie über ein Jahr und drei Monate unterwegs. Conny zeigt für uns eindrücklich auf, dass es sich lohnt, seine Träume zu leben! Auf dem Hofgut Hopfenburg wohnte sie zur Probe in einem Tiny-Haus. Ihr Ziel ist es, eines zu kaufen und darin zu wohnen. Mehr braucht sie nicht, und mehr will sie nicht. Es sind Menschen wie Conny, die unsere Reise so bunt machen. Danke Conny, schön Dich getroffen zu haben.

 

Sonias Mutter zu Besuch

Diesen Freitag und Samstag bekamen wir außerdem unseren ersten Besuch auf der Hopfenburg. Christine, Sonias Mutter, kam für eine Nacht vorbei. Sie schlief in einem kleinen Holzschäferwagen, nicht weit entfernt von unserem Platz. Marie und Merlin freuten sich sehr, sie wiederzusehen. Sie spielten Memory, Domino, puzzelten gemeinsam, malten, bastelten … und waren schlussendlich sehr traurig, als sie gestern Mittag wieder abfuhr.

 

Hier bleiben wir bis 2019

Von dem Hofgut Hopfenburg schreiben wir nun auch diesen Reisebegleitebrief Nr 6. Es sieht gerade alles danach aus, dass wir Weihnachten und Silvester dort feiern werden. Wir sind nun etwas mehr als eine Woche hier und haben schon einige interessante Menschen getroffen. Das ist für uns sehr erfüllend, da es mit ein großes Anliegen unserer Reise war und ist!

Wer uns auf dem Hofgut noch besuchen will, kann uns gerne schreiben. Hier gibt es tolle Schäferwägen, Bauwägen und und und. Bitte vorab nach freien Plätzen anfragen, da über Weihnachten und Neujahr der Platz bereits gut gebucht ist!

Von Marie und Merlin bereits entdeckt und genutzt

Sonias Zwischenfazit

Gerade gefällt es mir hier auf dem Gut sehr gut. Ich merke, wie meine Lust draußen zu sein zwar bei dem Wetter stark abnimmt. Dafür genieße ich aber die gemütlichen Stunden im Wohnwagen immer mehr. Insofern ist es angenehm, für eine gewisse Zeit, eine feste Umgebung zu haben. Dadurch kann sich mein Fokus auch wieder mehr von außen nach innen verlagern. Am Liebsten würde ich es den Tieren gleich machen und Winterschlaf halten. Ich scheine ein verstärktes Bedürfnis nach Ruhe und Schlaf zu haben. Passend zur Jahreszeit.

Thomas und ich haben eine Zeit hinter uns, in der wir viel gestritten haben. Gestern Abend gelang es uns endlich wieder zusammenzukommen und mit dem Herzen zu kommunizieren. Einfach zu versuchen sich gegenseitig zu verstehen. Daran konnte ich erkennen, wie sehr ich es brauche, das Gefühl zu haben, gesehen und verstanden zu werden. Oft reicht das wirkliche Zuhören aus, ohne das eine große Lösung her muss. Ich bin glücklich, dass wir wieder zueinander gefunden haben.

Ich merke immer wieder, dass Thomas und ich uns vor allem um unsere „Eigenzeit“ (im Sinne von selbst bestimmter, unabhängiger Zeit) streiten. Sprich, die Zeit, in der wir alleine sind und im eigenen Rhythmus Dinge tun können. Es fällt uns nicht leicht, einen Alltag zu gestalten, indem alle auf ihre Kosten kommen. Vielleicht auch normal bei drei kleinen Kindern. Dennoch manchmal sehr frustrierend. Mal schauen, ob wir irgendwann an den Punkt kommen, an dem alle zufrieden sind.

Ansonsten habe ich in den vergangenen Wochen ›Die Hütte‹ gelesen, ein Buch, dass uns von einer Frau empfohlen wurde. In der Geschichte ist ein Mann der Protagonist. Er ist verheiratet und hat fünf Kinder. Mit seinen letzten drei beschließt er eines Tages auf ein Campingwochenende zu gehen. Am letzten Tag dort, beschließen zwei seiner Kinder paddeln zu gehen. Die kleine 6 Jährige, sein jüngstes Kind, bleibt mit ihm am Ufer. Auf einmal kentert ihr Boot und sein Sohn droht zu ertrinken. In letzter Minute gelingt es dem Vater ihn zu retten. Noch zitternd von dem Ereignis kommt er an Land zurück, nur um zu entdecken, dass seine kleine Jüngste verschwunden ist. Nach langem Suchen stellt sich heraus, dass sie entführt und dann brutal in einer Hütte ermordet wurde. Später wird der Vater genau in diese Hütte geladen. Und zwar von Gott persönlich. Dort verbringt er ein lebensverändertes Wochenende mit seinem Gastgeber und führt sehr berührende Gespräche mit ihm. So viel zum groben Inhalt der Geschichte. Das Buch hat mich schwer erschüttert. Vor allem allerdings, weil ich feststellte, wie furchtbar der Gedanke für mich ist, meine Kinder oder eines meiner Kinder zu verlieren. Allein bei dem Gedanken, drehe ich innerlich fast durch. Das Buch hat diese tief sitzende Angst stark in mir hochkommen lassen. Und es stellt sich mir seitdem die Frage, wie ich damit umgehen möchte! Ich habe noch keine passende Antwort gefunden.

Was mich noch beschäftigt, ist das Freilernen und den Weg, den wir mit unseren Kindern gehen werden. Es tut mir gut, Menschen kennenzulernen, die einen ähnlichen Weg gehen. Und doch merke ich, dass es keine Sicherheit gibt. Nur weil es bei manchen Menschen geklappt oder nicht geklappt hat, heißt es noch lange nicht, dass es bei uns der Fall sein wird. Von daher, wird mir immer klarer, dass der Sprung ins kalte Wasser irgendwann unvermeidbar sein wird. Das ist die Schwierigkeit mit Wegen, die noch kaum gegangen wurden, wie ich finde: es gibt kaum Richtlinien, an die man sich anlehnen und Sicherheit gewinnen kann. Es bleibt ein Pfad ins Ungewisse …

Thomas’ Zwischenfazit

Bald sind wir 3 Monate unterwegs. Mit jeder Woche verliere ich den Kontakt zum alten Leben. Zu einem Leben in Hektik, in Angst, mit Druck, keine Zeit haben, Gegeneinander, Wettbewerb, ständig erreichbar sein, scheinen wollen. Mit jeder Woche erfahre ich das Gegenteil davon. Es ist ein Spagat. Weil ich mit einem Fuß im Alten stehe, mit einem Fuß den Schritt ins Neue wage.

Ich bin weder hier noch dort, sondern zwischendrin. Die alte Welt kommt mir so unmenschlich, so aufgesetzt, so fern vom wirklichen, selbstbestimmten Leben vor. Die neue Welt ist so unrealistisch, so fremd und doch so wünschenswert. Sie ist voller Fragen, voller Fragezeichen. Es gibt dort keine Autobahn, keine Wege, sondern Gestrüpp und scheinbare Unwägbarkeiten.

Das alte System stellt so viele Forderungen an den Menschen, macht so viele Vorgaben, dass die eigene Identität nur schwer zu verwirklichen ist. Jetzt lasse ich diese Forderungen, diese Vorgaben los. Ich suche meine Identität, ohne dieses Korsett. Dabei erfahre ich, dass dieses Korsett einengt. Gleichzeitig nimmt es viele Entscheidungen ab, es stützt in einem gewissen Sinne das Sein (auch wenn es zu einem Schein führt). Ohne dieses Korsett ist es am Anfang anstrengender, eine Phase des Des-Orientierung tritt ein. Fragen sind: Wer bin ich ohne dieses Korsett? Wer will ich sein? Was war ich, was das Korsett, was bin ich?

Erich Fromm schreibt in ‚Die Kunst des Liebens‘ treffend:

»Der moderne Kapitalismus braucht Menschen, die in großer Zahl reibungslos funktionieren, die immer mehr konsumieren wollen, deren Geschmack standardisiert ist und leicht vorausgesehen werden kann. Er braucht Menschen, die sich frei und unbhängig vorkommen und meinen, für sie gebe es keine Autorität, keine Prinzipien und kein Gewissen – und die trotzdem bereit sind, sich kommandieren zu lassen, zu tun, was man von ihnen erwartet, und sich reibungslos in die Gesellschaftsmaschinerie einzufügen; Menschen, die sich führen lassen, ohne daß man Gewalt anwenden müßte, die sich ohne Führer führen lassen und die kein eigentliches Ziel haben, außer dem, den Erwartungen zu entsprechen, in Bewegung zu bleiben, zu funktionieren und voranzukommen.«

Im ‚Furcht vor der Freiheit‘ schreibt Erich Fromm:

»Genauso entfremdet sind die Beziehungen der Menschen untereinander. Es ist, als ob es sich nicht um Beziehungen zwischen Menschen, sondern um solche zwischen Dingen handelte. Am verheerendsten aber wirkt sich dieser Geist der Instrumentalisierung und Entfremdung auf die Beziehung des Menschen zu seinem Selbst aus. Der Mensch verkauft nicht nur Waren, er verkauft auch sich selbst und fühlt sich als Ware. Der Handarbeiter verkauft seine Körperkraft; der Geschäftsmann, der Arzt, der Büroangestellte verkauft seine „Persönlichkeit“. Sie müssen „eine Persönlichkeit“ sein, wenn sie ihre Erzeugnisse oder Dienstleistungen verkaufen wollen.

Diese Persönlichkeit sollte liebenswürdig sein, aber ihr Besitzer sollte auch noch eine Reihe anderer Erwartungen erfüllen: Er sollte Energie und Initiative besitzen und was sonst noch seine spezielle Stellung erfordert. Wie bei anderen Waren ist auch hier der Markt, der über den Wert dieser menschlichen Eigenschaften, ja sogar über deren Existenz entscheidet. Wenn für die Eigenschaften, die ein Mensch zu bieten hat, kein Bedarf besteht, dann hat er sich auch nicht, genauso wie eine unverkäufliche Ware wertlos ist, wenn sie auch ihren Gebrauchswert haben mag.

Demnach ist auch das Selbstvertrauen, das „Selbstgefühl“, nur ein Hinweis darauf, was die anderen über einen denken. Es ist nicht „er“, der von seinem Wert ohne Rücksicht auf seine Beliebtheit und seinem Erfolg auf dem Markt überzeugt ist. Wenn Nachfrage nach jemandem besteht, dann ist er „wer“; wenn er nicht beliebt ist, dann ist er schlechtweg niemand. Diese Abhängigkeit der Selbstachtung vom Erfolg der Persönlichkeit des Betreffenden verleiht der Popularität ihre ungeheure Bedeutung für den modernen Menschen. Von ihr hängt es nicht nur ab, ob man im praktischen Leben vorankommt, sondern auch ob man seine Selbstachtung behaupten kann oder in einen Abgrund von Minderwertigkeitsgefühlen versinkt.«

Er schreibt dort weiter:

»Trotzdem ist das alles doch ein Hinweis darauf, dass man eine vage Vorstellung von der Wahrheit hat – nämlich dass der heutige Mensch nur das will, was er nach Ansicht der anderen wollen sollte. Um das einzusehen, muss man sich darüber klarwerden, dass es nicht – wie die meisten meinen – verhältnismäßig einfach ist zu wissen, was man wirklich will, sondern dass es sich dabei um eines der schwierigsten Probleme handelt, die der Mensch zu lösen hat.

Es ist eine Aufgabe, der wir krampfhaft dadurch aus dem Wege zu gehen suchen, dass wir fertig angebotene Ziele akzeptieren, als ob es unsere eigenen wären. Der heutige Mensch ist bereit, große Risiken auf sich zu nehmen beim Versuch, die Ziele zu erreichen, die angeblich „seine“ Ziele sind, aber er hat eine tiefe Angst davor, das Risiko und die Verantwortung auf sich zu nehmen, sich seine eigenen Ziele zu setzen.

Eine intensive Aktivität wird oft irrtümlich als Beweis dafür angesehen, dass man sein Handeln selbst bestimmt, wenn wir auch wissen, dass es vielleicht nicht spontaner ist als das Verhalten eines Schauspielers oder eines Hypnotisierten. Wenn die Rollen verteilt sind, kann jeder Schauspieler mit Elan seine Rolle spielen und dabei sogar in Bezug auf den Text und Einzelheiten seines Spiels etwas improvisieren. Aber er spielt nur die Rolle, die ihm übertragen wurde.

Bisher haben wir uns in diesem Buch mit dem einen Aspekt der Freiheit befasst: mit der Ohnmacht und Unsicherheit des isolierten einzelnen in der modernen Gesellschaft, der sich von allen Bindungen befreit hat, die seinem Leben einst Sinn und Sicherheit gaben. Wir sahen, dass der Mensch diese Isolierung nicht ertragen kann; er ist als isoliertes Wesen der Außenwelt gegenüber völlig hilflos und daher voller Angst vor ihr. Durch diese Isolierung ist die Einheit der Welt für ihn verlorengegangen, und er hat jeden Orientierungspunkt verloren.

Deshalb überfallen ihn Zweifel an sich selbst, am Sinn des Lebens, und schließlich gibt es für ihn keinerlei Grundsätze mehr, nach denen er sich in seinem Handeln richten könnte. Hilflosigkeit und Zweifel lähmen sein Leben, und um weiterleben zu können, versucht er der Freiheit – der negativen Freiheit – zu entfliehen.

So gerät er in eine neue Knechtschaft hinein. Diese unterscheidet sich von den primären Bindungen, von denen er sich noch nicht völlig gelöst hat, obwohl er sich in die Abhängigkeit von Autoritäten oder seiner gesellschaftlichen Gruppe begeben hat. Die Flucht gibt ihm auch nicht seine verlorene Sicherheit zurück, sondern sie hilft ihm nur, sein Selbst als eine separate Größe zu vergessen.

Er erlangt eine neue, aber brüchige Sicherheit, die er damit bezahlt, dass er ihr die Integrität seines individuellen Selbst zum Opfer bringt. Er entscheidet sich für den Verlust seines Selbst, weil er das Alleinsein nicht ertragen kann. So führt die Freiheit – als „Freiheit von“ nur in eine neue Knechtschaft hinein.«

Diese ständige Balance, das Leben ohne Korsett macht mich müde. Ich könnte den ganzen Tag schlafen, was mit drei Kinder im Wohnwagen schwer möglich ist. Und obwohl Sonia und ich auf engstem Raum leben, waren die letzten Wochen weniger verbindend als früher. Ich suche nach Antworten, neuen Mustern, neuen Rollen in unserer neuen Welt. Abends bin ich meist zu müde, um noch groß zu reden.

Es fühlt sich für mich wie eine Metamorphose an. Ich wandle mich, es wandelt mich, ich werde gewandelt. Unscheinbar, leise, dezent arbeitet es in mir. Ich weiß nicht einmal was da arbeitet und woran es arbeitet, sondern nur, dass es arbeitet. Alte Muster treten hervor, verlieren ihre Kraft, neue Muster gibt es noch nicht.

Nach über 40 Jahren in dem „normalen“ System, spüre ich, wie weit weg dieses Leben von mir selbst war. Wie viel Fremdsteuerung und Entfremdung in diesem Leben über mich gekommen ist. Leise, schweigend und unscheinbar wie ein Schatten. Spirituelle Bedürfnisse werden erfolgreich kommerzialisiert. „Fünf Schritte zur mehr Gelassenheit im Leben“ oder andere Empfehlungen und Kurse sind Augenwischerei und dienen als Narkotikum für Fortgeschrittene.

Wieder Erich Fromm aus ‚Die Furcht vor der Freiheit‘:

»Ich glaube, daß heute schon sehr viele Menschen bereit sind, nach einem Weg zu suchen, der den Menschen wahrhaft befriedigt, der den Menschen respektiert. Das sind Menschen, die fühlen, daß ein Leben, wo alles dem Erfolg, dem Geld, der Konkurrenz, der Ausbeutung dient, in Wirklichkeit ein Leben ist, das die Menschen unglücklich macht.

Aus diesem Grunde gibt es heute doch so viele Menschen, die auf östliche Lehren – ja, ich würde sagen: hereinfallen. Denn das ist zum großen Teil reiner Schwindel: Es ist die Kommerzialisierung dieser religiösen Bedürfnisse. Nicht ausschließlich! Ich bin selbst am Buddhismus und Zen-Buddhismus und an Taoismus sehr ernsthaft interessiert und nicht nur interessiert.

Aber was heute vor sich geht, ist ja nicht ein ernsthaftes Interesse, sondern ist: mit den Methoden der modernen Geschäftswelt, mit den Methoden der Reklame, der Publizität, den Menschen religiöse Gefühle und Sehnsüchte zu verkaufen, und es dreht sich ums Verkaufen dabei. Die Menschen sind so entfernt von echten religiösen Erfahrungen, daß sie den Schein für die Realität nehmen und hereinfallen auf Dinge, die in Wirklichkeit sie gar nicht aktivieren, sie gar nicht ändern, sondern die man dann in den bestehenden Religionen wirklich schöner und viel besser findet.«

Und ich merke, wie ich alte Lösungsmuster nicht mehr möchte. Alte Lösungsmuster die wir im alten System als Wege zu sich selbst verkaufen – sind doch im Grunde nur verkleidete Schattenmänner des alten Systems, die uns suggerieren, sie wären der Weg zu einem neuen System. Dabei zementieren sie das alte System nur.

Ich habe keine Ahnung, wohin die Metamorphose mich führen wird. Was mich erwartet, ob es mir gefällt. Aber es fühlt sich aktuell richtig an, sich auf diesen Weg zu begeben. Da tun mir die Abgeschiedenheit, Ruhe und die vorweihnachtliche Stimmung gut. Zeit um einzukehren.

Vielleicht hilft mir wieder Erich Fromm (‚Die Furcht vor der Freiheit‘):

»Weshalb ist spontanes Tätigsein eine Lösung für das Problem der Freiheit? Wir sagten, dass die negative Freiheit allein den Menschen zu einem isolierten Wesen macht, dessen Beziehung zur Welt distanziert und voller Misstrauen ist, und dessen Selbst schwach und ständig bedroht ist.

Spontanes Tätigsein ist der einzige Weg, auf dem man die Angst vor dem Alleinsein überwinden kann, ohne die Integrität seines Selbst zu opfern, denn in der spontanen Verwirklichung des Selbst vereinigt sich der Mensch aufs neue mit der Welt – mit dem Menschen, der Natur und sich selbst.

Die wichtigste Komponente einer solchen Spontaneität ist die Liebe – aber nicht die Liebe, bei der sich das Selbst in einem anderen Menschen auflöst, und auch nicht die Liebe, die nur nach dem Besitz des anderen strebt, sonder die Liebe als spontane Bejahung der anderen, als Vereinigung eines Individuums mit anderen auf der Basis der Erhaltung des individuellen Selbst.

Die dynamische Eigenschaft der Liebe liegt eben in dieser Polarität, die darin besteht, dass sie aus dem Bedürfnis entspringt, die Absonderung zu überwinden und zum Einssein zu gelangen und trotzdem die eigene Individualität nicht zu verlieren. Die andere Komponente ist die Arbeit – aber nicht die Arbeit als zwanghafte Aktivität, die nur dazu dient dem Alleinsein zu entfliehen, nicht die Arbeit, die einerseits die geschaffenen Produkte vergötzt oder sich zum Sklaven dieser Produkte macht, sondern die Arbeit als Schöpfung, bei der der Mensch im Akt der Schöpfung eins wird mit der Natur.

Was für die Liebe und die Arbeit gilt, gilt für jedes spontane Tätigsein, ob es sich nun um sinnliche Freuden oder um die Teilnahme am politischen Gemeinschaftsleben handelt. Sie bejahrt die Individualität des Selbst und eint es zugleich mit den anderen Menschen und der Natur. Die der Freiheit innewohnende grundsätzliche Dichotomie – die Geburt der Individualität und der Schmerz des Alleinseins – wird auf höherer Ebene durch das spontane Tätigsein des Menschen aufgelöst.«

Spontanes Tätigsein, und wieder etwas, was ich gerne in der Schule gelernt hätte … oder was ich gerne in der Schule nicht verlernt hätte … Vielmehr spüre ich gerade, dass ich still werden möchte, weniger (Konsum-)Lärm der Welt brauche. Es gibt zu viele Ratgeber, die einem Impulse geben wollen, dabei liegt alles bereits in uns verborgen – und will entdeckt werden. In innerer Ruhe und innerer Stille.

Ich fange ganz langsam an, nicht im außen zu suchen. Nicht die äußere Ruhe, nicht die äußere Stille, nicht die idealen äußeren Bedingungen (Zeit, Raum, Menschen), sondern im Inneren zu finden. Es ist alles da – im Kopf weiß ich es bereits …

Maries und Merlins Zwischenfazit

Marie sagt, wenn wir sie fragen, dass ihr die Reise gefällt. Schön ist es ganz besonders, wenn es Kindersachen gibt, wie Spielplätze, Filzmöglichkeiten, Kätzchen, Sand, Steine und andere Kinder. Frau Jauernik mit den Schafen und dem Hund Henk waren besonders nett. Toll ist es auch, wenn ihre Mami (Sonias Mutter) zu Besuch kommt. Die Plätze, bei denen die Toilette nicht zu weit weg ist, bevorzugt sie eindeutig.

Am Liebsten würde sie allerdings ein Haus und einen Wohnwagen haben. Das Haus deshalb, weil hier zu wenig Spielzeuge reinpassen. Den Tisch, den wir in Heidelberg hatten, war aus ihrer Sicht besser, weil er tiefer war. Merlin und sie konnten darauf springen. Sie konnten in der Wohnung toben und rennen. Hier fehlt doch manchmal der Platz dafür. Das Trampolin herzubringen wäre auch wünschenswert! Ebenso wie Heidi, Christian, Ida, Romy, Lea, Maleika und ihre Cousine Isabelle und ihrem Cousin Nico! Merlin ist auch sofort einverstanden mit Ida, Romy, Maleika, Isabelle und Nico zu spielen!

Merlin gefällt der Wohnwagen auch. Er fügt allerdings ganz schnell hinzu, dass er die Wohnung in Heidelberg ebenfalls mag. Er vermisst nämlich sein Schaukelpferd, seinen Bobby-car und den kleinen Einkaufswagen. Auf der Reise hat ihm bisher besonders das Spielhäuschen mit der kleinen Spielküche, die Schafe, Frau Jauernik und Mamis Besuch gefallen. Außerdem freut er sich schon, seine Urgroßmutter, grand-mère, im Februar 2019 zu sehen.

Stellplätze dieser Etappe

Robert Schneider



Brackenhofer Weg 1a, Moosburg, Deutschland


Knoll’s Obstbau und Brennerei

http://www.obstbau-knoll.de
Bamberger Straße 8, 88662 Überlingen, Deutschland

Grethermühle

http://grethermuehle.com/
Mühleweg 20, 79689 Maulburg, Deutschland

Bärenhof

http://www.baerenhof-dachsberg.de
Birkenstraße 6, 79875 Dachsberg (Südschwarzwald), Deutschland

Hofgut Hopfenburg

https://www.hofgut-hopfenburg.de/
Hopfenburg 12 D-72525 Münsingen

Karte der besuchten Orte und Menschen

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Ihr Lieben,
    ich bin sowas von bei euch, ihr könnt es euch gar nicht vorstellen 🙂 Ich weiß nicht, ob euch der Begriff Imago-Prozess etwas sagt. Falls ja, vielleicht nur zur Erinnerung, falls nein zum neu Staunen – dieses Interview mit Susanne Hühn:

    https://www.youtube.com/watch?v=4TAffrJbl8w

    Der Knaller, warum sagt einem das keiner 😉 Ich kann dadurch viele Vorgänge, Gefühle, Ausbrüche, Ängste, Krisen in mir, mit mir, um mich herum und mit anderen anders sehen und verstehen. Nichtsdestotrotz ist es unglaublich anstrengend bis hin zu zehrend – wie du, Sonia, so passend meintest: „Mal schauen, ob wir irgendwann an den Punkt kommen, an dem alle zufrieden sind.“ – immer wieder verlässt mich die Hoffnung (meistens in Situationen, in denen ich mir überlege, wen ich jetzt zuerst aus dem Fenster werfe :-/ aber immer wieder erinnere ich mich an das Video oben und an die Ahnung und das Vertrauen in mir und weiß: „Es ist alles da“ (Thomas) und dann wird es für eine Zeit warm, ruhig und heimelig in mir.

    Fühlt euch umarmt!
    Liebe Grüße
    Jacqueline

    1. Liebe Jacqueline!
      Wow, was für ein machtvolles Video! Vielen Dank dafür! Es erleichtert mich so sehr, dass glaubst du gar nicht. Dass die Transformation schon passiert, dass Zweifel dazu gehören, dass das Gefühl manchmal in der Luft zu hängen normal ist, nicht zu wissen wie uns was konkret am Ende daraus wird ebenfalls …
      Toll! Und wenn man das so am Beispiel der Raupe, die zum Schmetterling wird hört, auch total logisch!
      Von Herzen danke, dass du es mit uns geteilt hast!

      Ich drücke dich und schicke dir ganz liebe Grüße!
      Sonia

  2. Liebe Sonia,
    ich bin zurück von meiner „Heldenreise“….
    Für mich unglaublich, auf einer ganz anderen Ebene als eure Reise….
    Ich bin tief erfüllt von Dankbarkeit und so glücklich meiner Intuition im Spätsommer getraut zu haben und ihr gefolgt bin.

    Sonia du schreibst, von deinem Wunsch gesehen und verstanden zu werden. Ich merke bei mir immer mehr, dass für mich das Entscheidende ist, dass ich mich selber sehe und verstehe.
    Daraus entsteht, für mich, eine ganz andere Zufriedenheit und entspanntere Begegnungen im zwischenmenschlichen Bereich, weil ich weniger auf Zustimmung angewiesen bin.
    Dies war auch sehr, sehr faszinierend das gerade ein wenig mit meiner Tochter leben zu können.

    Mit der eigenen, inneren Zufriedenheit wird dir vermutlich auch der „Sprung ins kalte Wasser“ besser gelingen.
    Es gibt keine Sicherheit, nur in mir, in dir………..

    Wie schön, dass ihr gerade einen Platz für euch gefunden habt, an dem ihr ein wenig zur Ruhe kommen könnt.
    Ich wünsche euch ganz schöne entspannte und zufriedene Tage
    Herzliche Grüße, Rita

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