Für Dezember hatten wir uns entschieden es ruhiger angehen zu lassen. Mit dem Hofgut Hopfenburg hatten wir einen wundervollen Ort gefunden, der für uns bezahlbar war. Wir verweilten hier in Ruhe und Stille – bis der Tod von Frédéric, Sonias 10-jährigem Neffen, unsere Pläne abrupt veränderte.

Ein außergewöhnlicher Ort, der Seminardom

Noch am selben Tag, nachdem wir den letzten Reisebegleiter-Brief abschickten, trafen wir Franz und seine Frau Anneli mit der zwei jährigen Tochter Tara. Thomas war schon vor längerer Zeit im Internet auf Franz gestoßen, weil er einen ganz besonderen Seminarraum anbietet: einen runden mit rundem Kuppeldach. Da wir nun in der Nähe waren, fragte Thomas an, ob wir uns diesen Raum mal anschauen dürften. Franz lud uns daraufhin zu einer Visite ein.

Bei strömenden Regen kamen wir bei ihnen an, klopften an einer Holztür und traten in eine wunderbare Welt ein! Von außen wirkte das Haus, wie eine Holzjurte, also rund. Innen war es dann so aufgeteilt, dass der Seminarraum im Innenkreis und die Wohnung im Außenkreis lag. Dadurch entstand ein ganz anderes Wohngefühl. Der Seminarraum war nicht nur durch die Lage das Zentrum der Wohnung, sondern auch durch die Energie, die dort herrschte. Alles war rund und aus ökologischen Materialien erbaut (Holz, Lehm und Stroh). Eine großartige Erfahrung, so etwas mit eigenen Augen und Sinnen erfahren zu dürfen!

Franz benötigte 1,5 Jahre, um die Baugenehmigung für sein Projekt zu bekommen. Er stieß und stößt zum Teil heute noch, auf viele Widerstände mit dieser Andersartigkeit. Wir waren jedoch beeindruckt von seinem Werk, von ihm, seiner Frau Anneli und seiner kleinen Tochter! Was eigentlich “nur” als Besichtigung gedacht war, entpuppte sich zu einer über zweistündigen tiefen Begegnung. Die Kinder wollten gar nicht mehr weg, so sehr gefiel es ihnen dort. Im Seminarraum durften sie mit Steinen (die in der Mitte des Raumes lagen), mit umherliegenden Instrumenten, mit Filzvorhängen und mit ausliegenden Matratzen spielen und hatten einfach unglaublich viel Spaß!

Thomas unterhielt sich angeregt mit Franz und Sonia mit Anneli. Es war für uns beide eine sehr besondere Begegnung mit berührenden Gesprächen! Als wir wieder in die Außenwelt traten, waren wir noch ganz erfüllt von unserem Austausch und diesem unglaublichen Haus. Auf der Rückfahrt formulierte es Marie so: “Mama, wenn wir jemals selbst ein Haus bauen, dann bitte so eines!” Vielen Dank, ihr drei, dass wir euer Heim kennenlernen durften! Ihr und euer Haus habt uns tief im Herzen berührt!

Hier der Link zum Seminardom.

Ein wunderbarer Ort in Buttenhausen

Ein Wiedersehen mit Christiane, Jaromir und Kolja

Zwei Tage später hatten wir uns mit Christiane und ihren zwei Söhnen Kolja und Jaromir verabredet, der Freilerner Familie, von der wir im Reisebegleiter-Brief Nr. 6 berichteten. Am Tag zuvor hatte es kräftig geschneit. Auch an diesem Morgen lag wieder mehr Schnee. Die Kinder freuten sich über die wunderschöne Winterlandschaft. Sie schippten Schnee, formten Kugeln, aßen und rannten im Schnee. Sie hatten großen Spaß. Wir befürchteten allerdings, dass wir mit unseren Sommerreifen gar nicht mehr unseren Hügel runterkommen würden ohne zu schlittern.

So holte uns Christiane netterweise mit ihrem Auto ab und wir fuhren zu ihr nach Hause. Dort verbrachten wir wieder eine wunderbare Zeit. Wir tauschten uns aus, während die Kinder (David, Christianes 4 jähriges Tageskind war an dem Nachmittag auch da) um den warmen Ofen fangen spielten, Kekse backten, ein Spiel spielten und viel Lachten.

Im Austausch mit Christiane beichtete ich ihr meine Bedenken, die mir am Vortag gekommen waren. Da hatte ich mich gefragt, ob ich für die derart intensive Begleitung meiner Kinder wirklich geeignet sei. In manchen Stressmomenten reagiere ich nicht so, wie ich es gerne täte. Und es fällt mir alles andere als leicht diese Gewohnheiten zu ändern. Zu meiner Beruhigung bestätigte mir Christiane, dass ihr das in manchen Situationen durchaus nicht anders ging. Das erleichterte mich doch sehr. Denn wenn ich ihre Söhne erlebe, dann finde ich, kann sie wirklich stolz auf sich sein!

Vielen Dank, Christiane, Kolja, Jaromir und David für die gemeinsam verbrachte Zeit! Es macht einfach Freude mit euch zu sein!

Ohne Ausstecherle von Kinderhand

Vorbereitung für schneereiche Tage

Am nächsten Tag machten wir Großeinkäufe, da wir befürchteten vor lauter Schnee nicht mehr hinunter fahren zu können. Sicher war sicher. Es entpuppte sich als ein guter Gedanke, da es am nächsten und übernächsten Tag erneut kräftig schneite. Es hörte gar nicht mehr auf. Es war ein wunderbares Gefühl, so “eingeschneit” zu sein. Die Welt wurde irgendwie stiller. Und obwohl wir streng genommen, auf einem Campingplatz waren, waren wir doch mitten im Schnee!

Schnee auf der Hopfenburg

Zu Besuch bei Erdmute und Helmut

Ein paar Tage später besuchten wir Erdmute und Helmut, die Eltern von Merle, einer lieben Freundin aus Heidelberg. Bereits recht am Anfang unserer Reise, hatte Merle von ihren Eltern berichtet, die in ihrer Kindheit viel mit ihrem Wohnmobil unterwegs waren. So hatten wir von Erdmute beispielsweise den Tipp bekommen, Wäsche mit den nackten Füßen zu stampfen, wenn es draußen warm war, statt eines Wäschestampfers. Wir fanden das eine sehr alltagsnahe und praktische Idee!

So freuten wir uns also schon sehr, diese beiden Menschen kennenzulernen. Eines stand von vorne herein fest: wir waren dabei, zwei außergewöhnliche Menschen zu treffen, die im Leben stets nach ihren eigenen Prinzipien gelebt hatten und in vielen Dingen ihrer Zeit voraus waren! Und so war es dann auch.

Erdmute entpuppte sich als eine sehr sanftmütige und liebenswerte Person, die Kinder liebte. Die Freude, als sie mit Marie und Merlin knetete, stand ihr ins Gesicht geschrieben. Sie hatte ein offenes und begeisterndes Wesen, das auf die Kinder sehr ansteckend wirkte. Beinahe die gesamte Zeit, die wir bei ihnen waren, spielte Erdmute mit ihnen. Marie, Merlin und Momo waren sehr angetan!

Helmut, zeigte sich uns als ein extrem gebildeter und reflektierter Mann, der sein Wissen sehr gerne mit uns teilte! Seinen Ausführungen merkten wir an, dass er sich bereits lange und intensiv mit den Themen beschäftigt hatte. Wir freuen uns bereits auf einen weiteren Austausch mit Helmut.

So verbrachten wir einen sehr angenehmen Nachmittag und verabschiedeten uns gegen Abend, um zurück zu Emma zu fahren. Es war sicherlich nicht das letzte mal, dass wir die beiden besucht haben, so sehr hat es uns bei ihnen gefallen! Vielen Dank, Erdmute und Helmut, für euren warmherzigen und offenen Empfang!

Der Tod von Frédéric

Am 20. Dezember abends erreichte uns dann die unfassbare Nachricht, dass es einen schlimmen Autounfall in Südfrankreich gegeben hatte. Meine Schwägerin Annett, mein zehnjähriger Neffe Frédéric und meine einjährige Nichte Sophie waren als Fußgänger von einem Auto erfasst worden. Annetts Hand war gebrochen, Sophie kam zum Glück mit ein paar Schrammen davon … Frédéric hatte es leider voll erwischt. Er wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen und verstarb dort am nächsten Tag, den 21. Dezember.

Es fehlen die Worte um zu beschreiben, was dieses Ereignis für jeden in unserer Familie bedeutete. Als erstes für meinen Bruder Patric und seine Frau Annett, die Eltern. Was für ein unglaublicher Schmerz es sein muss, am Bett seines toten Kindes zu stehen und zu wissen, dass seine Reise hier auf Erden ein so plötzliches Ende gefunden hat. Seine zwei Schwestern, seine Mamie, sein Opa, seine Paten, seine Tanten und Onkels, seine Cousins und Cousinen, seine Urgroßeltern … all die Menschen, die er durch sein Sein im Leben auf die eine oder andere Weise berührt hatte. Es ist schlicht und ergreifend unfassbar!!!

Frédéric Staudt
Frédéric Staudt

Inmitten des großen emotionalen Chaos, beschlossen wir spontan zu meinem 93-jährigen Opa, nach Aschaffenburg zu fahren. Patric und seine Familie wohnen aktuell dort und kümmern sich um ihn. Da Patric mit Isabell verständlicherweise sofort nach Südfrankreich eilte, wollten wir ihn nicht alleine lassen.

So verbrachten wir unplanmäßig Weihnachten und die darauf folgenden Tage bei ihm.
Diese Tage sind im Nachhinein schwer zu beschreiben. Neben dem immens großen Schmerz, den Frédérics Tods, in jedem von uns hervor rief, gab es dennoch sehr liebevolle und freudvolle Momente, wie das Leben nun mal ist. Tod und Geburt, Leid und Freude, Glück und Schmerz sind einfach untrennbar miteinander verbunden. Sie jedoch so dicht aufeinander zu erleben und das in dieser Intensität, ist ein seltsames Gefühl.

So waren wir trotz allem sehr dankbar, dass Marie, Merlin und Momo durch diese Tage in Aschaffenburg, ihren Uropa viel intensiver kennenlernen durften. Jede Mahlzeit nahmen wir gemeinsam ein. Während sie am Anfang noch still und eingeschüchtert am Tisch saßen, lachten und umarmten sie ihn am Ende unseres Aufenthaltes dort.

Außerdem wohnten wir für kurze Zeit wieder in einem richtigen Haus, mit Dusche und mehreren Zimmern … was wir fast verlernt hatten. Wir genossen die Annehmlichkeiten, stellten jedoch alle fest (und sogar die Kinder sagten es), dass wir uns alle wieder auf Emma freuten. Eine interessante Feststellung, die ich vorher in dieser Intensität nicht unbedingt vermutet hätte.

Wir lernten die wertvollen Momente kennen, die eine Familie ausmacht, wenn man im Notfall zusammenrückt und sich stützt! Wie schön, dass es Familien gibt! Mein jüngerer Bruder und seine Verlobte kamen zudem nach Aschaffenburg, um mit uns Weihnachten zu feiern. Diese Gelegenheit, zwei Tage gemeinsam zu verbringen, freute uns sehr!

Und wir lernten über den liebevollen Umgang, den Eltern selbst in solchen immensen Schmerzsituationen haben können, kennen: so staunen wir in positiver Weise immer wieder aufs Neue, wie Annett und Patric bisher ihren Weg durch die ganze tragische Situation gehen. Sie halten zusammen und bleiben sogar in Bezug auf die Fahrerin des Autos voller Liebe.
Ein Bild hat sich uns dabei besonders eingeprägt. Es ist das Bild, wie Annett, am Straßenrand, mit gebrochenen Arm, ihren schwer verletzten Sohn streichelt … und voller Dankbarkeit ist, dass sie sein kurzes Leben hier auf Erden als seine Mutter begleiten durfte!

Weitere Freilerner auf unserem Weg

Kurz vor unserer Abreise lernten wir eine weitere reisende Familie kennen. Anna und Christian hatten vor knapp vier Wochen Zwillinge bekommen, Greta und Bruno. Ronja, ihre zweijährige Tochter war ebenfalls mit dabei. Ihre zwei ältesten Kinder waren leider gerade bei den Großeltern. Wir unterhielten uns über Schule, das Wesen von Kindern, über das Träumen, das Freilernen und ihre weitere Reiseroute, die sie bald -samt ihres umgebauten LKWs- wieder in den Süden führen würde.

Bei unserem Abschied von Anna und Christian lernten wir im Flur noch Simon kennen. Er und seine Familie waren ebenfalls vor nicht langer Zeit auf Reisen gewesen. Sie interessieren sich sehr für die Gründung einer freien Schule in Aschaffenburg und für das Freilernen im Allgemeinen. Ähnlich wie wir, haben sie das Bedürfnis in Deutschland zu bleiben, genauer gesagt in ihrem Fall in Aschaffenburg. Dort wohnen die Großeltern und obwohl sie die weite Welt bereisten, ist es an diesem Ort, an dem sie sich Zuhause fühlen.

Für uns bedeuten diese beiden Begegnungen viel. Denn es scheint, dass die Alternativen zum herkömmlichen Bildungsweg, ihre Kreise ziehen. Und das in Deutschland! Wir freuen uns sehr auf den weiteren Austausch mit diesen beiden interessanten Familien.

 

Zurück auf der Hopfenburg

Am Freitag, 29.12.2018, kamen wir am Morgen auf die Hopfenburg zurück. Unsere Emma, endlich. So schön wieder alle zusammen zu sein. Sie war recht kalt, da wir die Heizung auf ein Minimum gestellt hatten.

Wir waren wieder daheim. Im ersten Augenblick war es etwas ungewohnt, doch schnell stellte sich die alte Heimeligkeit ein. Am Abend kam ein langjähriger Freund von Thomas, der Rico, vorbei und wir verbrachten eine viel zu kurze Zeit miteinander. An Silvester backten wir Kekse, genossen den Tag und gingen wie jeden Tag früh ins Bett.

Sonias Zwischenfazit

Während ich diese Zeilen schreibe, merke ich, wie der tragische Tod von Frédéric durch seine immense Tragweite, alles weitere in den Schatten stellt. Dieses Ereignis beschäftigt mich sehr! Zum einen, weil der Tod nun bei uns sehr präsent ist. Nachdem mein Vater 2017 mit erst 63 Jahren unvermutet starb, dann seine Schwester ein Jahr drauf und nun mein Neffe, merke ich, dass ich mich immer mehr von der Vorstellung, mein Leben planen zu müssen, verabschiede. Immer häufiger habe ich stattdessen das Gefühl mehr auf mein Herz hören zu wollen und einfach im Augenblick zu leben.

So vieles, was ich für sicher und gegeben hielt (wie das mein Vater mich noch etliche Jahre auf meinen Weg begleiten würde), entpuppte sich als Illusion. So versuche ich immer weniger Dinge für selbstverständlich zu nehme. Unsere Kinder aktuell begleiten zu dürfen, bekommt nach Frédérics Tod beispielsweise auch nochmal eine ganz andere Bedeutung! Das Leben ist einfach nicht fassbar. So viele Ereignisse entziehen sich meiner Macht. Das Einzige, was ich steuern kann, ist wie ich auf die Begebenheiten des Lebens antworten möchte.

Zum anderen beschäftigt mich der plötzliche Tod auch, weil ich mich frage, ob ich nicht mehr für meinen Neffen hätte tun können. Frédéric hatte seit seinem dritten Lebensjahr epileptische Anfälle, die sein aber auch das Leben seiner Familie zunehmend beeinflussten. Er war ein einzigartiges Kind. Nicht vergleichbar mit anderen Kindern. Andersartigkeit ist bei uns Menschen generell etwas heikles. So war er nicht selten alleine. Auf der anderen Seite, weiß ich selbst rückblickend nicht, wie ich anders hätte für ihn da sein können. Jedenfalls treten derzeit Fragen auf wie: wer möchte ich für meine Familie sein? Wer ist mir wirklich wichtig und wie will ich diese Beziehungen pflegen?

Nun neigt sich ein Jahr seinem Ende zu. Ein für uns wirklich volles und ereignisreiches Jahr. 2018 verabschiedeten wir uns so langsam von unserem alten Leben und schlugen durch unsere Reise einen anderen Pfad als die meisten unserer Freunde, Bekannte und Familienmitglieder ein. Mich beschäftigt in diesem Zusammenhang auch, wie ich meine früheren engen Beziehungen in unserem anderen Leben integrieren kann.

Und dann geht auch unsere Zeit hier auf der Hopfenburg zu Ende. Wir wollen noch zu einem Freilernertreffen in dieser Woche gehen. Dann steht gleichzeitig noch die Beerdigung an.
Was wird das neue Jahr für uns bringen? Welche Erfahrungen werden wir machen? Wo wird unsere Reise uns hinführen?

Auf jeden Fall, wünsche ich euch allen von Herzen ein wundervolles Jahr 2019! Ich hoffe sehr, dass wir auf die eine oder andere Weise, in Kontakt bleiben. Ich bin auch sehr gespannt, welche Biegungen und Wendungen euer Lebensweg einschlagen wird! Es ist schön zu wissen, dass es jeden einzelnen von euch gibt!

Thomas Zwischenfazit

Die Zeit in Aschaffenburg, zurück in der alten „Wohn“-Welt hat mir gezeigt, dass der Wohnwagen besser zu unserer aktuellen Lebensphase passt. Der Tod von Frédéric kam unerwartet, plötzlich und bleibt umbegreifbar. Sonias Opa sagte treffend: „Gott nimmt jeden, egal ob jung, ob alt, ob reich, ob arm, ob gesund, ob krank. Für mich schenkt der Tod dem Leben seinen Sinn.“

Sonst merke ich, wie es Zeit wird, dass wir wieder in die Welt hinaus fahren. Die Zeit auf der Hopfenburg war schön und eine tolle Einstimmung für Weihnachten. Jetzt freue ich mich auf die Welt …

Im inneren Prozess reflektiere ich diese Zeilen, in der Hoffnung, dass ich sie mehr und mehr verinnerliche. Ich scheitere dabei täglich mehrfach und habe das Gefühl, es wird eher schlimmer statt besser:

»Zwischen Reiz und Reaktion
gibt es einen Raum: Nur dort kann Begegnung stattfinden.

Zwischen Reiz und Reaktion
 gibt es einen Raum:
Nur dort findet Heilung und Entwicklung statt.

Zwischen richtig und falsch
gibt es einen Ort:
Dort werden wir uns begegnen.«

~ Rumi

 

Gleichzeitig übe ich mich im Annehmen, von dem was ist. Motto: Es ist alles da! Es klingt so einfach, doch erweist es sich für mich in der Praxis als große Herausforderung. Der Gegensatz zwischen dem was ist, und dem was gerne in mir wäre, dieses Spannungsfeld von Annehmen und Ändern arbeitet. Schöne Zeilen zur Annahme:

»Du bist wundervoll, so wie du bist.
Versuche nicht, jemand anderes zu sein.
Das wonach du suchst, ist bereits da, in dir.
Es liegt nicht außerhalb deiner selbst.
Du bist bereits, was du werden möchtest,
und du bist wundervoll, so wie du bist.
Du musst nicht in die Zukunft gehen,
um zu werden, was du sein willst.
Alles, wonach du suchst, ist schon da.
Im Hier und Jetzt – sogar das Königreich Gottes.
Deine Erleuchtung liegt genau hier.
Das wahre Tor zur Befreiung ist Absichtslosigkeit.«

~ Thich Nhat Hanh

Da steht es: Absichtslosigkeit. Wenn unsere Kultur eine Eigenschaft nicht fördert, dann ist es Absichtslosigkeit. Sie fördert eher das Gegenteil.

Stellplätze dieser Etappe

Hofgut Hopfenburg


https://www.hofgut-hopfenburg.de/
Hopfenburg 12 D-72525 Münsingen


Karte der besuchten Orte und Menschen

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Wieder mal eine Tolle Geschichte..wenngleich auch Tragödien einen immer wieder zurück in das „normale Leben“ zurück katapultieren. Und dennoch lernt man daraus das das Leben jetzt ist und egal was im Aussen geschieht man immer bei sich ist. Wir sind seit 3 Wochen in Spanien und sind dankbar das wir so leben dürfen.
    Wir wünschen euch ein gesundes, lebendiges abwechslungsreiches Jahr. Mögen eure Träume und Wünsche durch das tägliche visualisieren in Erfüllung gehen.

  2. Lieber Tom, liebe Sonia und Kinder,
    die Eltern von Frederic haben mein tiefsten Mitgefühl. Den Schmerz, den Eltern empfinden, wenn sie ein Kind verlieren kann und will ich mir nicht vorstellen. Mein Rodriguez hat seinen Sohn auch bei einem Autounfall verloren; der Schmerz über den Verlust kam bis zum Schluss seines Leben immer wieder……………………….

    Auch mich beschäftigt zur Zeit der Tod bzw. der Umgang mit dem Tod. Mein älterer Bruder ist vor kurzem gestorben (er war sehr krank) – nun bin ich die Älteste in der verbleibenden Familie. Es gehen so viele Gedanken durch meinen Kopf, ich kann sie gar nicht zu Papier bringen. Die Aussage von Sonia`s Opa finde ich sehr treffend. Wenn ich über die Beziehungen nachdenke und überlege, was ich besser hätte machen können, nehme ich diese Gedanken ins heute und versuche dies besser zu machen. Leider wird es wahrscheinlich nie perfekt – das Leben ist halt ein ständiger Wandel – aber es macht Freude daran zu arbeiten und die Veränderungen zu spüren.

    Ich wünsche euch weiterhin eine ereignisreiche Zeit und passt gut auf euch auf – Henriette

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